
In Usbekistan gibt es für Besucher viele Dinge zu sehen und zu tun, und welche der zahlreichen Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten man in seinen Urlaubsplan aufnimmt, kann manchmal sehr schwierig werden. Die Seidenstrasse ist eine der wichtigen Attraktionen, wobei Samarkand bei Touristen besonders beliebt ist. Buchara als eine der heiligsten Städte des Landes, das vor allem für seine architektonischen Perlen geschätzt wird, bildet ebenso einen Touristenmagneten. Outdoor-Aktivitäten gibt es zuhauf: Wandern in den Bergen und im Süden von Taschkent, Radfahren auf der Seidenstrasse, Skifahren und Snowboarden im westlichen Tian-Shan; es findet sich etwas für jede Jahreszeit.

Buchara
Buchara liegt westlich von Samarkand und war einst ein geschätztes Zentrum für die islamische Lehre. Der grosse Scheich Bahautdin Nakshbandi war hier ansässig und spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Sufi-Mystizismus. Heute besitzt die Stadt mehr als 350 Moscheen und 100 religiöse Schulen. Buchara erreichte seine Bedeutung im 17. Jahrhundert. Das historische Zentrum Shakristan beheimatet die Arche, den Palast der Emire. Das Torhaus überstand als eines der wenigen Dingen ein grosses Feuer in den 1920ern und vermittelt einen Eindruck der Grösse des ganzen Anwesens. In der Nähe des Torhauses liegt das zindan, das Gefängnis, in dem einige der Methoden ausgestellt werden, mit denen der Emir seine Feinde foltern liess.
In der Nähe der Arche befindet sich das etwa 50 Meter hohe Kalyan’sche Minarett bzw. Turm des Todes, wie er von den Einheimischen genannt wird. Verurteilte Verbrecher wurden als Todesstrafe vom Turm gestossen. Der Turm wurde 1127 gebaut und ist eines der wenigen Bauten, die die Invasion der Mongolen überstand. Andere interessante Sehenswürdigkeiten sind die Kaljan Moschee (für Nicht-Muslime zugänglich) und das Ulug Beg Madrasa (das älteste seiner Art in Zentralasien). Wenn Sie in Buchara durch die engen, gewundenen Gassen schlendern, werden Sie die architektonischen Schätze der Stadt aufstöbern.
Chatkalsky Reservat
Das Chatkaslky Reservat ist ein wichtiger Nationalpark im westlichen Tian-Shan, das seinen Besucher eine unberührte Naturlandschaft und seltene Pflanzen und Tiere (wie den Steinadler, den äusserst seltenen Tian-Shan-Bär und den Schneetiger), sowie viele Outdoor-Aktivitäten bietet. Diese befinden sich innerhalb eines Umkreises von etwa 100 km um Taschkent. Der Ugam-Chatcal Nationalpark besitzt Hotelanlagen in Chimgan – inklusive Restaurants, Saunas, Spielplätze für Kinder und Unterhaltungseinrichtungen für Erwachsene. Wandern, Skifahren und Snowboarden zählen zu den beliebten Winteraktivitäten. Die Anlagen besitzen einen Sessellift, eine Schlittenbahn und einen Skiausrüstungs-Verleih und geben Einweisungs-Unterricht für Anfänger.
Chiwa
Chiwa fand seinen Ursprung etwa vor 2500 Jahren und liegt etwa 480 Kilometer nordöstlich von Buchara entfernt. Chiwa ist besser erhalten als Buchara und Samarkand. Die originalen Stadtmauern stehen noch und nur wenige Dinge haben sich hier seit dem 18. Jahrhundert verändert. Obwohl die Stadt selbst zu einem Museum umfunktioniert wurde, leben hier einige Menschen. Man kann sich noch die lebhaften Märkte vorstellen, die für den Handel mit persischen und russischen Sklaven berühmt waren. Die Altstadt heisst Itchan-Kala und ist Heimat der Kunja-Arche Zitadelle und der Tasch-Hauli Palast, der Wohnsitz des Khan. Man bekommt einen Eindruck von der Einfachheit und dem grossen Masstab der mittelalterlichen architektonischen Formen, detaillierte Holzschnitzereien und die geschickten Verflechtungen der Ornamentierungen. Die Silhouette der hoch aufragenden Minaretten, die Flachdächer der Lehmhäuser und die starken Festungsmauern, geben Besuchern einen Eindruck über eine typische Feudalstadt in Zentralasien.

Nukus
Nukus ist Heimat des Karakalpakstan Kunstmuseums und des Staatsmuseums. In Letzterem sind Artefakte von archäologischen Ausgrabungen, traditioneller Schmuck, Kostüme und musikalische Instrumente, sowie gefährdete Pflanzen und Tiere ausgestellt. Hier kann man etwas über die ökologische Katastrophe des Aralsees erfahren. Das Kunstmuseum stellt eine wichtige Sammlung an moderner russischer und usbekischer Kunstwerke zwischen 1918 und 1935 dar. Es beheimatet die bedeutendste Sammlung russischer Avantgarde ausserhalb St. Petersburg. Stalin war fest entschlossen, sämtliche nicht-sowjetische Kunstwerke dieser Periode zu vernichten. Die Sammlung in Nukus verdankt ihren Erhalt der abgelegenen Lage der Stadt.

Samarkand
Samarkand wurde vor etwa 5000 Jahren gegründet und ist eine kulturelle Mischung aus indischer, iranischer, mongolischer und zu einem Teil auch westlicher Einflüsse. Die Stadt macht einen majestätischen Eindruck, weshalb Historiker und Poeten Samarkand oftmals als das ‘Rom des Ostens, eine Perle der Östlichen Muslimischen Welt’ bezeichneten. Ihre Lage an der Seidenstrasse führte zu ihrem Erblühen und machte sie zu einer der grossen Städte dieser Welt zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert, bis der Seehandel mit China die Bedeutung der Landroute herabsetzte.
Im Zentrum dieser historischen Stadt liegt der Registanplatz, wo drei grosse islamische Bildungsanstalten (Madrasas) stehen, die zwischen dem 15. und dem 17. Jahrhundert errichtet wurden. Zu diesen gehören das bekannte Shir-Dor und Tillya-Kari, die mit blauen Kacheln und komplizierten Mosaikwerken fürstlich geschmückt sind, und einen Eindruck der vormaligen Pracht Samarkand’s geben.
Timur (Tamerlane) ist Samerkand’s wichtigste historische Person und liegt in Gur Emir unter der massiven Kuppel im Erdgeschoss zusammen mit seinen Nachfahren begraben. Timur’s Denkmal ist angeblich das grösste Jadekunstwerk in der Welt.
Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit ist das Observatorium von Ulug Beg, benannt nach Timur’s Enkelsohn. Es war das fortschrittlichste astronomische Observatorium seiner Zeit. Das Afrasiab Museum liegt in der Nähe der Sternenwarte, das ein Fries aus dem 6. Jahrhundert ausstellt, welches eine Fülle an Geschenken für den damaligen Herrscher Sogdia’s abbildet.

Taschkent
Taschkent wurde 1966 durch ein schweres Erdbeben stark beschädigt, wobei in der Altstadt im Westen des Stadtkerns einige frühe Gebäude erhalten blieben. Die engen, gewundenen Gassen und die Architektur aus dem 16. Jahrhundert bilden einen starken Kontrast zu dem modernen Taschkent, das nach dem Erdbeben errichtet wurde. Von den alten Bauten sind vor allem das Kukeldash Madrasa, das als Museum umfunktioniert wurde und das Kaffali-Shash Mausoleum von Interesse. Viele islamische Sehenswürdigkeiten in Taschkent (wie der Khast-Imam Bau) dürfen von Nicht-Muslimen nicht betreten werden. Besuchern wird empfohlen, vor dem Eintritt in eine Moschee oder in eine andere religiöse Stätte um Erlaubnis zu fragen.
In Taschkent gibt es Museen mit Artefakten der usbekischen und der vor-usbekischen Kultur. Das Staatliche Kunstmuseum beheimatet zum Beispiel eine Sammlung an Keramik, Gemälden und königlichen Roben Buchara’s. Das Museum der Dekorativen und Angewandten Kunst stellt Ausstellungsstücke von nachgebildetem antikem Schmuck und mit Stickereien verzierten Wandtextilien dar. Mit dem Bedeutungsgewinn historischer Persönlichkeiten wie Amir Timur (Tamerlane), passen Museen ihre Ausstellungen dementsprechend an. Weitere kulturelle Erfahrungen bieten die Theater in Taschkent, deren Aufführungen so vielschichtig wie europäische Opernhäuser sind und traditionelle usbekische Tänze und Musik inszenieren.
Erkunden Sie altertümliche Traditionen in Baysun
In Baysun dekorieren die Bewohner ihre Häuser noch mit farbigen, bestickten Decken und handgefertigten Teppichen. Die Frauen tragen Kleider und Schuhe mit markanten Stickereien und die Häusern sind mit bemalten Keramiktischen und geschnitzten Holztruhen eingerichtet. Hinter jedem Haus ist ein Lehmofen angebracht, in dem das traditionelle Fladenbrot gebacken wird. Das Mehl für das Brot wird aus dem örtlich angebauten Getreide hergestellt und wird entweder per Hand oder in der Wassermühle verarbeitet. Die örtlichen Schmiede machen auch heute noch Werkzeuge, die für das tägliche Leben notwendig sind. Jede Familie und jede Nachbarschaft hält die Handwerkskunst und die sozialen und kulturellen Traditionen am Leben und geben sie an die nächste Generation weiter.

Wandern Sie in die Berge
Falls Sie an einer Herausforderung interessiert sind, dann können Sie sich zu einem der hohen Berge im Süden des Landes begeben. Wenn Sie etwas weniger Abenteuer suchen, dann können Sie am Fusse der Berge wandern. Die beste Zeit des Jahres zum Wandern und Bergsteigen ist zwischen März und November. Vor allem die Schluchten und Vorsprünge zwischen der Chatkal Gebirgskette und dem Chatkal Naturschutzgebiet, wo sich eine sehr alte Silbermine befindet, sind zum Wandern besonders gut geeignet.

Gehen Sie zum Klettern
Auf den Gissar, Matcha und den Turkestan Gebirgsketten hat man die Möglichkeit, Eisklettern zu gehen. Auf den vertikalen Felsabhängen in Fan Mountains und im Matcha-Gebirge kann jedoch ebenfalls Felsen besteigen.

Fahren Sie Rad auf der Seidenstrasse
Die Strecke führt von Taschkent zu Chiwa, und läuft am Aidarkulsee vorbei. Die Fahrt kann etwas anstrengend und beschwerlich sein. Alternativ kann man auch entlang dem Ferghanatal und im Gebiet um Taschkent fahren, wo es schöne Seen und Berglandschaften gibt.
Besuchen Sie die Oper
Das Alisher Navoi Opernhaus in Taschkent ist ein elegantes Gebäude gegenüber dem Le Meridien Hotel. Das Foyer und die Zimmer sind in einem traditionellen usbekischen Stil gehalten. Die Eintrittskarten sind günstig und die Ballet- und Opernaufführungen wechseln jeden Abend.
Erkunden Sie ein Wüstenstadt
Die Stadt Chiwa erfuhr während seiner 2000-jährigen Geschichte bis zum 19. Jahrhundert keine Modernisierung. 1967 wurde es als ‘Museumsstadt’ erklärt und die Einwohner wurden umgesiedelt. Dies bewirkte jedoch auch, dass die Stadt an Lebendigkeit und Attraktivität verlor. Chiwa erweckt langsam wieder zum Leben, da Menschen damit begannen, die Häuser innerhalb der alten Stadtmauern wieder zu bewohnen.





























