
Usbekistan befindet sich in Zentralasien und grenzt an Afghanistan, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Tajikistan und Turkemistan. Im Süden und Osten des Landes befinden sich die Pamir-Alai und Tien-Shan Gebirgszüge und im Nordosten dominiert die Kyzyl Kum Wüste. Die Hauptstadt ist Taschkent und liegt im Chirchik Flusstal. Viele Gebäude der Stadt wurden 1966 durch ein starkes Erdbeben zerstört und die neuen Bauten haben einen uninteressanten Stil. Eine Ausnahme ist Samarkand, das vor mehr als 5000 Jahren gegründet wurde und seine Blütezeit im 16. Jahrhundert hatte, denn hier finden Sie zahlreiche historische Stätten und interessante Gebäude. Die Stadt Bukhara liegt westlich von Samarkand und war einst das Zentrum des Islam.
Uzbekistan hat die bedeutendste Historie der Länder Zentralasiens und ist ein uraltes Land zwischen den Flüssen Amu-Darya und Syr-Darya. Hier befinden sich die ältesten Siedlungen der Welt, glanzvolle architektonische Meisterwerke und viele kommerzielle Zentren an der antiken Seidenstrasse, die bereits in römischer Zeit den Westen mit China verband.

Viele bekannte (und auch wilde) Eroberer übernahmen hier die Macht. Den Anfang macht im 4. Jahrhundert v. Chr. Alexander der Große, der vor dem Aufkommen der Seidenstrasse zahlreiche Städte in Zentralasien gründete. Vom 5. – 12. Jahrhundert kamen die Araber, die Hunnen und die Türken vom Westen und brachten den Islam mit sich. Moscheen und Islamschulen wurden in Bukhara, Khiva und Samarkand erbaut. Die meisten Staädte wurden allerdings 1220 von Genghis Khan zerstört. Timur, auch als Tamerlane bekannt, baute viele wichtige Städte wieder auf, indem er die Künstler und Sklaven die während den Kreuzzügen gefangen wurden benutzte. Die meisten gebäude in Samarkand wurden von Timur und seinem Enkel Ulugbek erbaut.
Heute zieht Usbekistan Besucher aufgrund seiner antiken Kultur, der historischen Seidenstrasse, den architektonischen Meisterwerken, den farbenfrohen Bazars und den Freiluftabenteuern in den Bergen und in der Wüste an.In den großen Städten gibt es eine große Anzahl an Hotels von einfachen Herbergen bis zu Luxushotels. Auch für Familien gibt es viele Hotels der Mittelklasse.

Das Klima in Usbekistan ist extrem. Im Süden ist es warm und im Norden kalt. Die Durchschnittstemperaturen im Dezember liegen im Süden bei 0°C und im Norden bei -8°C. Es kann bis zu -35°C kalt werden und im Sommer knallheiß mit 45°C.
Die beste Reisezeit ist im Frühling von April bis Juni und im Herbst von September bis Oktober. Besonders im Sommer, im Juli und August, lässt sich ausgezeichnet Wandern.

Alexander der Große war der erste einer langen Reihe an Eroberern der Nach Usbekistan kam. Er war im 4. Jahrhundert v. Chr. auf seinem Weg nach Indien, als er die Tochter eines einheimischen Häuptlings heiratete. Im 8. Jahrhundert wurde das Land von den Arabern erobert. Im 9. Jahrhundert gründete die einheimische Samanid Dynastie ein Reich, das 1220 von Genghis Khan überrannt wurde.
Im 14. Jahrhundert gründete Timur (im Westen auch als Tamerlane bekannt) das Reich mit Samarkand als Hauptstadt. Fast alle bekannten Sehenswürdigkeiten stammen aus der Timurid Dynastie. Es entstand eine Reihe an muslimischen Stadtstaaten und eine starke Bindung mit Persien formte sich. Im 16. und 17. Jahrhundert wuchs der Handel mit Russland und gegen Mitte des 19.Jahrhunderts besetzte Russland Taschkent. Darauf eroberte Russland all Staaten Zentralasiens.
1876 löste Russland die Khanate von Kokand auf aber erlaubte den Khanaten Bukhara und Khiva als direkte Protektorate fortzubestehen. Der Rest Zentralasiens wurde unter eine Kolonialregierung gestellt und die Infrastruktur ausgebaut, Baumwolle angebaut und die Einwanderung russischer Bürger gefördert. Die Sowjetische Sozialistische Republik Usbekistan wurde 1924 gegründet.

Usbekistan war aufgrund seiner Rohstoffe und der Baumwolle sehr wichtig für Moskau. Leider führte die Bewässerung der Baumwollplantagen zur Austrocknung des Aralsees auf die Hälfte seines ursprünglichen Volumens, eines der schlimmsten Umweltkatastrophen der Welt.
Am 1. September 1991 wurde das Land unabhängig. Islam Karimov wurde im Dezember mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Die Wahl wurde allerdings von internationalen Beobachtern scharf kritisiert. Karimov schürte nach seinem Sieg die nationale Bewegung und die anti-russische Stimmung. Mehr als 2 Millionen ethnische Russen flohen deswegen, Missionare aus islamischen Ländern propagierten eine radikale Form des Islam und es kam ab 1999 zu zahlreichen terroristischen Anschlägen im Land. Viele Beobachter glauben, dass diese Attacken auf die Unterstützung des Landes gegenüber den USA im Terrorkrieg verantwortlich sind.





























