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Ukraine  
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Die Orange Revolution 2004 war der Anfang einer neuen Ära für die Ukraine und es entstand ein neues Nationalbewusstsein. In der Hauptstadt Kiew finden Sie äußerst modische Menschen, die ihre neu gefundene Freiheit in den Cafes und Klubs feiern. Aber es gibt noch allerhand mehr zu entdecken. Die Ukraine gibt es eigentlich seit mehr als 1000 Jahren. Die Kiew Rus Kultur, die um Kiew im 9. Jahrhundert ihren Höhepunkt hatte war die Geburtsstätte der heutigen Nationen Ukraine, Belarus und Russland.
Die meisten Besucher kommen mit dem Flugzeiug am kleinen Boryspil Flughafen in Kiew an, der eine Stunde außerhalb der Stadt liegt. Es gibt aber auch ausgezeichnete Bahnverbindungen mit Moskau und Europa und sogar eine Busverbindung mit England. Sie sollten allerdings nicht selbst Auto fahren, da sich die Straßen in einem schlechten Zustand befinden.
Die Sehenswürdigkeiten der Ukraine sind sowohl Natur gegeben als auch von Menschen gemacht. Die atemberaubenden Karpaten im Westen werden Sie begeistern und das historische Lviv zählt zu den ältesten Städten Europas. Mehr als 500 Städte der Ukraine sind mehr als 900 Jahre alt und voller Monumente, herrlichen Gebäuden und unglaublichen Palästen. Zwischen Kiew und Kviv können Sie die slawische Kultur erleben. Besuchen Sie auch das Schwarze Meer und die moderne Stadt Odessa.
In den großen Städten erwartet Sie ein großes Hotelangebot, aber in anderen Teilen des Landes gibt es nicht allzu viele Unterkünfte. In der Ukraine ist Reichtum inzwischen nichts mehr Unbekanntes und in Kiew gibt es eine Anzahl an Luxushotels. Die meisten Hotels liegen in der mittleren Preisklasse. In Bezug aufs Essen gibt es nun weitaus mehr als Kohl und Kartoffeln. Dank seiner langen Geschichte und der geographischen Lage zwischen Europa, Türkei und Russland hat sich in der Ukraine eine hervorragende Küche entwickelt, die eine perfekte Balance zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen vermittelt. Besonders in Kiew können Sie sich in das aufregende Nachtleben stürzen.
Klima
 
Wie die meisten anderen Osteuropäischen Staaten ist das Klima auch in der Ukraine sehr rau und nicht allzu angenehm. Im Winter ist es bitterkalt mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Im Norden ist es noch kälter, -10°C sind keine Seltenheit und es wird eigentlich nie wärmer als -4°. Im Süden ist es allerdings etwas wärmer. Dann ist es auch recht feucht und dies macht das Wetter insgesamt eher unerfreulich.
Im Sommer hingegen kommt warmes Wetter in die Ukraine. Im Norden liegen die Temperaturen zwischen 15°C und 25°C und im Juli und August ist es am wärmsten. Im Süden ist es sogar noch wärmer. Das ganze Jahr über regnet es immer wieder. Besonders in Kiew kommt es aufgrund seiner Lage zu Temperaturschwankungen. Die beste Reisezeit ist im Frühling und im Herbst, denn dann ist das Wetter relativ angenehm. Falls Sie im Winter in die Ukraine reisen, sollten Sie auf jeden Fall warme Kleidung mitbringen. Ansonsten reicht eine Jacke oder Pullover.
Geschichte
 
Die Steppen nördlich des Schwarzen Meers waren immer ein Treffpunkt der Kulturen Asiens und Europas. Die Skythen waren die ersten die sich hier vom 7. - 4. Jahrhundert v. Chr. niederließen. Erst durch die Rus, eine Volksgruppe aus Skandinavien, wurde das Gebiet unter eine einzige Herrschaft gebracht. Die Rus nahmen Kiew 882 ein und kontrollierten gegen Ende des 10.Jahrhunderts ein riesiges Gebiet, das Kyvian Rus, das vom Baltischen Meer bis an die Wolga reichte. 998 bekehrte sich der Führer der Kyvian Rus zum Christentum, beeinflusst durch Konstantinopel und dies war der Anfang einer langen Periode an byzantinischen Einflüssen auf die Kultur und die Politik der Ukraine.
1520 wurden die gesamten Küstengebiete der Ukraine vom Ottomanenreich kontrolliert. Die Pest und Kriege dezimierten die Bevölkerung der Ukraine im 15. Jahrhundert beträchtlich und die Region wurde zum Ziel entlaufener Sklaven und orthodoxer Flüchtlinge. Diese Menschen wurden als Kosaken bekannt und gründeten ihren eigenen Staat. Obwohl die Ukraine in der Neuzeit meistens unter polnischer oder russischer Herrschaft war, hat sich die Nation immer einen Grad an Autonomie bewahrt.
Der ukrainische Nationalismus wurde 1840 wiederbelebt und die russische Regierung verbot darauf im Gegenzug die ukrainische Sprache. Als die Zaren nach dem 1. Weltkrieg die Kontrolle über Russland verloren hatte die Ukraine eine Chance auf Unabhängigkeit aber die Streitigkeiten der verschiedenen Fraktionen führten zur totalen Anarchie. Ein Bürgerkrieg brach aus und endete erst als die Ukraine 1922 Russland einverleibt wurde. Eine zweite Welle des ukrainischen Nationalismus musste den Zorn Stalins spüren, der fast die gesamte Bevölkerung ausrottete und die Kultur zerstörte.
1986 kam es zur Chernobyl Katastrophe und die Unzufriedenheit mit Russland ließ wieder eine Unabhängigkeitsbewegung aufkommen. Anfang der 90er hatte die Ukraine bereits ihre eigene Regierung und einen Präsidenten. Gerade in letzter Zeit zeigt sich der Bruch mit Russland und eine neue Zuwendung zu Europa und dem Westen. Die Orange Revolution 2005 brachte Victor Yushchenko ins Amt und obwohl das Land auf eine ungewisse Zukunft blickt macht es gerade seine Lage zwischen Russland, der Türkei und Europa zu einem interessanten und weitgehend unentdeckten Fleck der Erde.

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