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Chiang Rai 
Chiang Rai Übersicht  

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Die Stadt Chiang Rai liegt in der nördlichsten Provinz Thailands, etwa 800 km nördlich von Bangkok. Die Stadt ist gleichzeitig auch Hauptstadt der gleichnamigen Provinz und war früher einmal der Sitz des mächtigen Königreiches Lanna.
Chiang Rai ist durch die Phaholythin Road geteilt, die Hauptstraße welche in nordsüdlicher Richtung durchs Stadtzentrum verläuft. Hier finden Touristen – ohne den üblichen Großstadtstress – nette Restaurants, Hotels und Secondhand-Buchläden. Viele Touristen erreichen die Stadt über den Bus-Terminal, da die Eisenbahn in Richtung Norden in Chiang Mai endet.

Chiang Rai liegt nördlich des Mae Kok Flusses und ist nicht weit vom nördlichen Grenzverlauf Thailands entfernt. Dort umfliesst der beeindruckende Mekong Fluss die Grenzen von Thailand, Laos und Burma in einer Region, die als Goldenes Dreieck bekannt ist. Mit Opium wurde hier einst viel Geld gemacht, wobei heute auf den meisten Feldern im Tal von Mekong und Mae Kok anstatt Opium andere Gewächse geerntet werden.

Die meisten Besucher Chiang Rai’s verbringen relativ wenig Zeit in der Stadt und investieren ihre Energie eher in die Erkundung der Gegend. Tagesausflüge zum Goldenen Dreieck werden immer beliebter, wobei viele Touristen Chiang Rai als Basis betrachten, um von dort aus Dschungelerkundungen und Besuche zu den abgelegenen Bergvölkerdörfern zu machen.

In diesem Teil des Landes leben auch viele chinesische Immigranten, die in den letzten 50 Jahren eingereist sind, um der kommunistischen Unterdrückung in ihrem Land zu entfliehen. Obwohl diese Bevölkerungsgruppe ihr Einkommen aus örtlichen Märkten und aus dem Tourismus bezieht, so bewahrten sie doch ihre eigene kulturelle Identität. Dörfer wie jene am Doi Mae Salong sind einzigartig in ihrem Mix der Kulturen.

Tatsächlich ist es diese kulturelle Infusion, die Chiang Rai für Besucher so anziehend macht. Nachkommen des alten Burma’s kochen auch heute noch kaow soy curries in ihren Töpfen, während Oolong Teereihen auf chinesischen Plantagen wachsen. Die dort ansässigen Menschen sind auf Bangkok’s königliche Familie nicht weniger stolz, als sie auf den historischen König Meng Rai und der alten Garde sind, wobei deren Loyalität zwischen Burma, Laos und Thailand schwankt.

Ob Sie nun Chiang Rai besuchen um das Goldene Dreieck zu erkunden, um in den dichten Dschungel zu wandern, um das Leben der Bergvölker kennenzulernen oder um ganz einfach im Stadtzentrum zu entspannen: Es sehr einfach, eine geeignete Unterkunft zu finden. Es gibt eine Vielzahl an kleinen Gasthäusern und historischen Herbergen, sowie eine zunehmende Zahl an Hotels für gehobene Ansprüche. Letztere entwickelten sich aus der Tatsache, dass mehr und mehr Touristen von Chiang Mai und Bangkok aus eintreffen.
Geschichte
 

Die Vorfahren der Einwohner Nordthailands wanderten von China über Burma und Laos vor etwa 5000 Jahren ein. Der erste organisierte Stadtstaat in dieser Region wurde im heutigen Chiang Saen gegründet, welcher am Mekong Fluss liegt. Diese Nomaden brachten ihre Traditionen und Glauben von China, Burma und Laos, die sich letztlich zu der ausgeprägten Kultur entwickelte, die Chiang Rai heute ausmacht.

In jenen Tagen gehörte Chiang Rai zum Königreich Lanna, einem autonomen und wohlhabenden Königreich, das gute politische Kontakte zum südlichen Königreich Thailands unterhielt. Lanna bedeutet ‘Land der Millionen Reisfelder’; ein Titel, der dieser reichen und landwirtschaftlichen Region gerecht wird.

Der Gründer des Königreich Lanna war König Meng Rai, ein mächtiger Herrscher, der den Grundstock seines Königreichs im 13. Jahrhundert legte. Nach der Legende folgte König Meng Rai seinem Elefanten, als dieser vom Weg abwanderte und den König letztlich dahin führte, wo er seinen Regierungssitz gründete, Chiang Rai.

Obwohl Chiang Rai’s Status als Hauptstadt nur flüchtig war (König Meng Rai gründete später Chiang Mai, welches kurz darauf den Regierungssitz bildete), so blieb es doch des Königs bevorzugte Stadt. Heute steht von ihm ein Denkmal im Zentrum Chiang Rai’s.

Meng Rai ging mit dem König Rama Kampeng von Sukothai und König Ngarm Muang von Phayao einen Blutspakt ein, weshalb dieses Herrschertrio während ihrer Lebzeiten friedliche Verbindungen miteinander unterhielt. Heute wird mit dem Dreikönigsdenkmal der Kooperation dieser Herrscher Anerkennung gezollt.

Das Königreich Lanna litt unter den Angriffen der Burmesen und Laoten. Die Kunst, Architektur und die generelle Kultur Chiang Rai’s wurde von den Eindringlingen beeinflusst. Im späten 18. Jahrhundert griff das Königreich Siam aus dem Süden an und forderte Lanna von den Burmesen zurück. Siam machte weitere Fortschritte, und nach einer langen und erfolglosen Belagerung Chiang Saen’s, befahl Rama I von Siam dessen Zerstörung.

Die Loyalität zu Chiang Mai und dem Königreich Lanna war in Burma, Siam und Laos verstreut. Erst als im Jahre 1939 ein Gouverneur von Bangkok ausgesandt wurde, um in Chiang Mai zu regieren, wurde das Königreich Lanna offiziell unter die Obhut des Königreichs Siam gestellt.

Heute ist Chiang Rai eine etwas verschlafene Provinzhauptstadt, das im Herzen einer kulturreichen und historischen Region liegt. Die Länder Myanmar (Burma), Laos und Thailand laufen hier am Goldenen Dreieck zusammen, wobei China nicht weit hinter dem Horizont liegt.
Besucher können hier den dichten, bergreichen Dschungel erkunden, die einzigartige Küche Nordthailands kosten und in Kontakt mit den  Bergvölkern treten, die ihre Traditionen und Kulturen bis heute bewahren konnten.

Klima
 

Das Klima Chiang Rai’s besteht aus drei Jahreszeiten: heiss, regnerisch und kühl. Aufgrund seiner Höhe liegen die Durchschnittstemperaturen etwas unter denjenigen Südthailands.

Die heisse Jahreszeit währt von März bis Mai, und die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen während des heissesten Monats (April) bei 30°C. Im Mai bzw. Juni beginnt die Regenzeit, was eine Erfrischung von der Hitze zur Folge hat. Falls Sie während der Regenzeit eintreffen, dann wird empfohlen den Wasserfall bei Buffallo Horn Hill zu besichtigen, da er von den ansteigenden Flüssen und Strömen profitiert.

Während des Monsuns regnet es regelmässig bis in den Oktober hinein. Die Regenzeit hier ist beträchtlich kürzer als im zentralen und südlichen Teil Thailands. Die schwersten Niederschläge treten im August und September auf und bewirken in den Provinzen die Überflutung von vielen Strassen. Während der Regenzeit ist es ratsam, die örtliche Touristeninformationszentrale zu fragen, ob die Erkundung von abgelegenen Gebieten aufgrund der potentiellen Überflutungsgefahr unternommen werden kann.

Die erfrischende, kühle Jahreszeit beginnt Ende Oktober und reicht weit bis ins neue Jahr. Die Tagesdurchschnittstemperaturen fallen bis auf 21°C (und nach Anbruch der Dunkelheit sogar noch darunter). In höheren Gebieten sind die Temperaturen noch niedriger. Besuchern wird deshalb empfohlen, für die Besichtigung von Bergdörfern bzw. für Nachtwanderungen warme Kleidung mitzubringen. 


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