Da Krakau die Kulturhauptstadt Polens ist, bietet sie dem Besucher eine Fülle an Sehenswürdigkeiten. Die Stadt verfügt über dutzende Gebäude von historischer und kultureller Bedeutung und auch in der Umgebung liegen viele einfach zu erreichende Sehenswürdigkeiten.

Marktplatz (Rynek Glóny)
Der Marktplatz, 1257 erstmal erwähnt, war einst der größte mittelalterliche Platz Europas und ist auch heute noch das die soziale Ader der Stadt. Der Marktplatz ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für einen Besuch in Krakau, den anliegend findet man die interessantesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die vielen Blumenverkäufer, Musiker und Artisten tragen zur einzigartigen Atmosphäre der Stadt bei.

Die Tuchhalle ( Sukiennice)
Im Zentrum des Marktplatzes liegt die Tuchhalle, der Haupthandelsumschlag der Stadt seit dem 13. Jahrhundert. Die Halle ist seit Jahrhunderten unverändert und beherbergt heute unzählige Händler, die hauptsächlich Souvenirs wie einheimisches Kunsthandwerk, Lederwaren, Schmuck und Polnische Kunstgegenstände verkaufen. Im oberen Stockwerk findet sich eine kleine Sammlung von Polnischer Kunst aus dem 19. Jahrhundert.

Marienkirche (Kosciol Mariacki)
Ebenfalls auf dem Marktplatz liegt die Marienkirche aus dem 14. Jahrhundert, deren zwei unterschiedlich hohe Kirchtürme von weitem sichtbar sind. Der Innenraum ist atemberaubend, besonders die blauen Decken und die herrlichen bunten Kirchenfenster muss man gesehen haben. Eines der berühmtesten Traditionen ist stündliches Trompetensignal von der Spitze des höchsten Kirchturms. Obwohl der Ursprung dieser Tradition umstritten ist, wird offiziell erklärt, dass das Signal eine Erinnerung an einen einsamen Türmer ist, der die Stadt vor einer drohenden Invasion warnte und mitten im Signal mit einem Pfeil im Hals zum verstummen kam.

Wawelhügel
Ganz Krakau steht seit seiner Gründung vor mehr als 1000 Jahren im Wahrzeichen des Wawelhügels. Auf dem Hügel liegt die Burg Wawel, von dem aus die polnischen Könige vom 11. -17. Jahrhundert regierten. Die meisten Gebäude allerdings stammen aus dem 16. Jahrhundert. Die Burg bietet heute eine Vielzahl von Sammlungen wie antike Möbel, Kunst, Wandteppiche und Waffen und bereits einige der wunderschön ausgestatteten Räume ist ein Besuch wert. Hier liegt auch die Wawel Kathedrale, über viele Jahrhunderte der Ort für Krönungen und Begräbnisse polnischer Monarchen. Der Innenraum der Kathedrale ist äußerst sehenswert und die Besteigung des Turms gehört zum Pflichtprogramm, denn von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt. Der Hügel ist von 6:00-20:00 (April-September) und von 6:00-18:00 (Oktober-März) geöffnet. Die Burg ist am Montag (9:30-12:00) und von Dienstag- Sonntag (9:30-15:00) geöffnet, die Kathedrale von Montag – Samstag (9:00-17:00).

Der Katimierz Distrikt
Bis zum 2. Weltkrieg war der Kazimierz Distrikt für 500 Jahre von Juden bewohnt. Während des Kriegs wurde die Gegend stark zerstört und alle Einwohner entweder getötet oder in die berüchtigten Konzentrationslager verfrachtet. Spielbergs „Schindlers Liste“ ist hauptsächlich für die Wiederbelebung dieses Distrikts verantwortlich. Die Gegend wird langsam wieder jüdisch, allerdings gibt es hier viel mehr als nur die Synagogen zu entdecken und zwar dutzende von kleinen Cafes und Restaurants und renovierte Bauten. Den Kazimierz Distrikt sollte man nicht verpassen.

Die alte Synagoge
Die alte Synagoge im Kazimierz Distrikt ist die älteste jüdische Struktur in Polen und stammt aus der Zeit um 1500. Die Synagoge beinhaltet nun eine Ausstellung über die Geschichte der polnischen Juden bis zum 2. Weltkrieg. Im Erdgeschoss findet man religiöse Artefakte und Dokumente und im Obergeschoss wird an die Verfolgung durch die Nazis erinnert. Die Synagoge ist von Dienstag –Sonntag (9:00-17:00) und am Montag (10:00-14:00) geöffnet.
Obwohl es genügend in Krakau zu sehen gibt ist die Umgebung nicht zu verachten.

Machen Sie eine Tagestour in die berüchtigte Gedenkstätte Auschwitz und Birkenau. Das Lager Auschwitz wurde 1940 geöffnet um polnische politische Häftlinge und russische Kriegsgefangene aufzunehmen. Diese Gefangen starben bald infolge von Brutalität und Krankheit, aber nicht ohne die notwendigen Erweiterungsmaßnahmen für die Ankunft jüdischer Häftlinge vollendet zu haben.
Auschwitz bestand eigentlich aus drei separaten Lagern auf einem riesigen Gelände und Auschwitz I ist heutzutage das meistbesuchte.
Ein 15-minütiger Dokumentarfilm über die Befreiung des Lagers wird gezeigt und die Gebäude zeigen Aufstellungen von Photographien, Dokumenten und persönlichen Gegenständen der Millionen von Menschen die hier ums Leben kamen
Auschwitz II-Birkenau wurde 1941 erbaut und diente der Massenvernichtung von geschätzten 4 Millionen Juden, die in den Gaskammern ihr Ende fanden. Obwohl das bloße Ausmaß der Tragödie in Birkenau weit mehr verdeutlicht wird, wird es aufgrund der geringeren Anzahl an Ausstellungen weniger besucht. Aufgrund der schockierenden Bilder sollten Kinder unter 14 Jahren das Lager nicht besuchen. Das Auschwitz Gedenkmuseum ist täglich ab 8:00 geöffnet und schließt je nach Saison zwischen 15:00 und 19:00.

Ein Besuch in der Königliche Salzmine in Wiebliczka
6km südöstlich der Stadt liegt diese UNESCO Weltkulturstätte, eine riesige unterirdische Stadt aus dem 13. Jahrhundert. Die Führung bringt einen in eine Reihe von Kammern, die voller Statuen und Schnitzereien talentierter Salzbergleute ist Eine der Höhepunkte ist die Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, verziert mir Basrelief Wandschnitzereien die Szenen aus dem Neuen Testament darstellen und Kronleuchtern aus Salz die eine wunderliche Atmosphäre schaffen. Die Tour endet mit einem Restaurantbesuch und im Souvenirshop und dann geht es in einem alten Minenlift wieder an die Oberfläche. Die Führung dauert mehr als 2 Stunden ist für Jung und Alt empfohlen. Touren gibt es von 7:30-19:30 (April-Oktober) und von 8:00-16:00 (November-März). Bringen Sie warme Kleidung mit den in den Minen herrscht 14°C.































