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Nord-Mariana Inseln  
Nord-Mariana Inseln Reiseführer
Nord-Mariana Inseln Übersicht

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Südlich von Japan und nördlich von Guam liegen die Nördlichen Marianen, die aus 14 Inseln bestehen. Die wichtigsten sind Rota, Saipan und Tinian. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs und haben daher beeindruckende Landschaften mit herrlichen Buchten, steilen Klippen, faszinierende Höhlen und imposante Berge zu bieten. Die Marianen spielten im Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Rolle, daher finden Besucher auch viele Schiffswracks aus dieser Zeit. Neben diesen Wracks hat das Meer hier noch eine Vielzahl an Korallenriffen und tropischen Fischen anzubieten, die man beim Tauchen in den klaren Gewässern entdeckt.

Besonders die Insel Saipan wurde für den Tourismus entwickelt. Hier findet man Museen, Parks, Denkmäler und zahlreiche Naturattraktionen. Die weißen Sandstrände sowie das kristallklare Wasser wirken auf Wasser- und Strandsportler verlockend. Die meisten Attraktionen sind auf Japanische und Koreanische Touristen zugeschnitten, bilden sie doch die Mehrheit unter den Touristen. Es gibt natürlich auch Attraktionen und Restaurants für Besucher aus Europa und den USA. Hotels findet man sowohl an den Stränden als auch im Landesinneren. Die luxuriösen Hotels stehen an der Küstenstraße und bieten ausgezeichneten Service und hervorragende Einrichtungen.

Tinian und Rota sind miteinander vergleichbar und sind viel weniger auf Touristen eingerichtet, eignen sich daher hervorragend zum Entspannen und Relaxen. Aber auch hier findet man hervorragende Strände und malerische Parks, sowie viele Schiffswracks in den umliegenden Gewässern. Tinian ist bekannt dafür, der Abschusspunkt der Hiroshima-Bomben und Japanischer Militärstützpunkt gewesen zu sein. Zahlreiche Überbleibsel wie Kanonen, Artillerie und Denkmäler sind hier ausgestellt. Auf beiden Inseln gibt es auch einige gute Hotels, die Auswahl ist aber auf Saipan größer.

Ein Großteil der Geschichte der Inseln basiert auf dem Zweiten Weltkrieg. Zahlreiche Stätten erinnern an die Soldaten, welche ihr Leben lassen mussten und Museen erzählen Geschichten des Kriegs. Aber auch die Natur hat hier einiges zu bieten, gibt es doch zahlreiche Wildtiere in der Umgebung der Städte. Kinder sind besonders von den Stränden sowie Parks, Zoos und Reservaten begeistert.

Egal wie alt Sie sind und unabhängig von Ihrem Geschmack, die Nördlichen Marianen Inseln bieten Ihnen einen entspannten Aufenthalt auf einem der schönsten Flecken der Erde. Die Einheimischen sind sehr stolz auf ihr Land und versuchen auch den Besuchern eine unvergesslich schöne Zeit hier zu ermöglichen.

Klima
 

Auf der gesamten Inselgruppe ist das Wetter das ganze Jahr über gleich. Saipan steht sogar im Guinness Buch der Rekorde, da es die konstantesten Temperaturen (ganzjährig 27°C im Durchschnitt) der Welt hat.

Die Luftfeuchtigkeit ist auf den Inseln relativ hoch, da die Temperaturen aber kaum 30°C überschreiten und täglich eine angenehme Brise vom Meer her weht, sind die Temperaturen erträglich. Sogar in der Regenzeit scheint hier oft die Sonne.

Die Regenzeit dauert von Juli bis November und trotz oftmaligen Regens ist der Himmel zwischendurch immer blau. Auf Taifune sollte man allerdings Acht geben, da sie sehr viel Zerstörung, als auch Verletzungen hervorrufen können. Sollten Sie während der Taifunzeit anreisen, nehmen Sie die Ratschläge der Einheimischen ernst. Die Trockenzeit dauert von Dezember bis Juni, aber auch zu dieser Zeit kann es regnen, besonders wenn die Luftfeuchtigkeit steigt. Führen Sie daher immer Regenschutz mit sich.

Geschichte
 

Der erste Europäer der auf die Inseln kam war Ferdinand Magellan, 1521. Er landete im nahen Guam und beanspruchte alle Inseln für Spanien. Magellan traf abseits der Küste auf die eingeborenen Chamorros, die sehr gastfreundlich waren und Erfrischungen und Hilfe anboten. Da es in der Kultur der Chamorro kein Eigentum gibt, nahmen die Einheimischen einfach ein kleines Fischerboot das Magellan gehörte. In deren Kultur war es weder Diebstahl noch ein Verbrechen etwas von anderen zu nehmen. Die Spanier sahen dies allerdings nicht so und Dutzende Einheimische wurden getötet und ein Dorf mit 40 Häusern niedergebrannt, bevor das Boot zurück gegeben wurde.

Sofort bekamen die Inseln den Namen “Islas de los Ladrones”, was soviel wie Inseln der Diebe bedeutet. Aufgrund der kulturellen Streitigkeiten verließ Magellan drei Tage nach seiner Ankunft die Inseln.

Von diesem Zeitpunkt an galten die Inseln als von Spanien annektiert und wurden als Teil Spanien Ost-Indiens unter Philippinische Kontrolle gestellt. 1668 wurde der Name der Inseln in Las Marianas geändert. Unter der Spanischen Herrschaft starb fast die gesamte Inselbevölkerung aus, neue Siedler aus den Philippinen und den Carolinen Inseln kamen auf die Inseln und die Bevölkerungszahl stieg wieder.

Die Marianen kamen kurzeitig unter Deutsche Kontrolle, als die Spanier sie – ohne Guam - an Deutschland verkauften. 1919 fielen die Japaner ein und übernahmen das Mandat. Die Japaner nutzten die Inseln als militärischen Außenposten und behandelten die Einheimischen schlecht. Als Alliierte von Nazi-Deutschland glaubten auch die Japaner eine besondere Rasse zu sein. Die Japaner folterten und töteten zahlreiche Einheimische der neu benannten Nördlichen Marianen.

Am 15.Juni 1944 landeten US-Truppen auf den Inseln und gewannen die harte, 3 Wochen dauernde Schlacht auf Saipan. Das war aber noch nicht das Ende des Krieges, da Saipan der Ausgangspunkt für die Bombardierung Hiroshimas war. Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg wurden die Inseln von den USA als Teil des Territoriums Pazifischer Inseln der Vereinten Nationen verwaltet. Verteidigung und Auswärtige Angelegenheiten gingen in die Verantwortlichkeit der USA über, was den Einheimischen gefiel. 1975 wurde eine politische Union mit den USA gegründet und eine neue Regierung und Verfassung traten 1978 in Effekt.

In den frühen 1990er Jahren wurden Arbeiter aus ganz Asien mit dem Versprechen nach Saipan gelockt, dass sie dort hohe Löhne sowie die Amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten sollten. Dies war nicht der Fall, dafür fanden Sie Ausbeutungsbetriebe. 1999 klagten viele hundert Arbeiter zahlreiche Amerikanische Textildesigner und Händler.

Die Textilindustrie war einmal die größte Einnahmequelle Saipans. Seit 2006 aber steht die Gambling-Industrie an erster Stelle. Poker-Maschinen findet man heute in jedem Dorf und das Zocken hat unter der Bevölkerung neue soziale Probleme geschaffen. Viele Einheimische distanzieren sich von diesem US-Einfluss.


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