
Namibia ist ein Land voll unberührter Wildnis, imposanten Sanddünen und einer vielfältigen Tierwelt. Es ist nicht so bekannt wie seine afrikanischen Nachbarländer und wird daher manchmal übersehen. Namibia ist eingebettet zwischen der Kalahari Wüste und dem Südatlantik und es ist seine Lage die für das unterschiedliche Terrain verantwortlich ist. Die reichen Naturressourcen kombiniert mit einer modernen Infrastruktur und traditionellen Werten haben ein Land voller Kontraste entstehen lassen.
Das Land wurde früher von den Deutschen und Südafrikanern regiert, obwohl es seit 1990 unabhängig ist. Trotzdem gibt es noch starken Deutschen Einfluss im Land, besonders in der Hauptstadt Windhoek wo man die großartigen Kolonialgebäude wie den Tintenpalast (Parlamentsgebäude) und die Christus-Kirche findet.
Namibia gibt Ihnen die Möglichkeit über Sanddünen zu gleiten sowie durch buschige Savannen zu streifen und schroffe Berge zu besuchen. Die Namibische Wüste ist ein weites Gebiet mit hohen Dünen und trostlosen Land mit Platz im Überfluss. Im Gegensatz dazu stehen die wilden Savannen mit dichten Dschungel und zerklüftetenBergen. Im Süden des Landes befindet sich der riesige Fish River Canyon.

Der Etosha Nationalpark ist der drittgrößte Nationalpark Afrikas und hat aufgrund der Etosha Pan seine eigene, bestimmte Landschaft vorzuweisen. Eine weite, untiefe Talmulden die von Wasserlöchern im Süden und Dschungel im Norden umgeben ist. In diesem Nationalpark haben Sie täglich die Chance, Wildtiere zu beobachten.
Während der vergangenen 10 Jahre ist Namibia ständig gewachsen, um auch die weiter steigende Zahl an Touristen zu beherbergen. Unterkünfte gibt es ausreichend in allen Preis- und Standardklassen. Hier finden Sie kleine Zimmer/Frühstückspensionen neben komfortablen Mittelklassehotels und sogar luxuriöse Game-Lodeges von höchsten Standard.

Viele Bauern mussten auf Tourismus umsteigen, da die Trockenheit ihre Felder vernichtet hat. Aufgrund dessen florieren ländliche Unterkünfte und Bauernhäuser werden in Wohnhäuser umgewandelt. Hier erwartet Sie neben ausgezeichneten Essen auch eine beeindruckende Landschaft sowie zahlreiche Aktivitäten an denen Sie teilnehmen können.
Da der Tourismus für Namibias Wirtschaft eine große Rolle spielt, sind die Hotels grundsätzlich von guter Qualität. Die von Südafrika vor 1990 errichtete Infrastruktur bietet gute Standards, da sie von der viel größeren Südafrikanischen Hotelindustrie gelernt hat. Ein Großteil des Hotelpersonals wurde in Südafrika geschult und Windhoek hat eine gute Auswahl an 3- und 4-Sterne Hotels zu bieten. Außerhalb der Hauptstadt findet man hauptsächlich Safari-Lodges. In Swakopmund gibt es auf der Speisekarte sogar Deutsche Spezialitäten, die von früheren Kolonial-Köchen zubereitet werden.

Namibia ist ein ganzjährig sonniges Reiseziel. Das Land zählt durchschnittlich Sonnentage im Jahr, obwohl es im Sommer (November bis Februar) oft heftige Gewitter mit Regenfällen geben kann. Die ansonsten trockenen Flussbette füllen sich mit schlammigen Wasser und das ausgedörrte Land erwacht zu neuem Leben. Unter Tags wird es extrem heiß mit Temperaturen bis zu 40°C; auch die Luftfeuchtigkeit ist zu dieser Jahreszeit am höchsten.
Der Nordosten des Landes erfährt das ganze Jahr über subtropisches Klima mit oft sehr stickigen Sommern. Die
angenehmste Reisezeit ist von April bis Juni wenn der Temperaturdurchschnitt nur 25°C beträgt. Der Himmel ist jeden Tag wolkenlos und die Nächte sind kühl genug, um angenehmen Schlaf zu finden.In den trockenen Wintermonaten fallen die Temperaturen oft auf 20°C. Sollten Sie Reisen aufs Zentralplateau oder in die Namibische Wüste planen sollten Sie wissen, dass die Temperaturen dort nachts bis unter den Gefrierpunkt fallen können.

Aufgrund der desolaten Küste war Namibia eines der letzten Afrikanischen Länder die von den Europäern kolonialisiert wurden. Gegründet wurde Namibia vom deutschen Händler und Abenteurer Adolf Luderitz. Er kaufte1883 die Bucht von Angra Pequena und die umliegenden 32 km Land. Heute heißt das Gebiet Luderitz Bay.
1884 beschloss das Deutsche Reich die Bucht zu beschützen und entsandte eine kleine Kompanie der Kaiserlichen Marine in die Bucht, um das Gebiet zwischen Oranje und Kunene in eine Deutsche Kolonie umzuwandeln. Namibia war von 1884 bis 1914 Deutsches Protektorat, bekannt unter dem Namen “Deutsch Südwestafrika”. Deutsche Siedler wurden ins Land gebracht, die dann Farmland kauften und dieses bewirtschafteten. Die Folge war, dass Ureinwohner wie die Nama und Herero aufstanden.

Gleichzeitig schritt der Kolonialisierungsprozess friedlich voran, Abkommen wurden unterzeichnet und aufgrund von Schutzverträgen konnten Deutsche und Afrikaner – falls notwendig - auf militärische Hilfe setzen. Im Gegenzug für diese Hilfe erlaubten die Nama und Herero deutschen Siedlern sich auf ihrem Land für landwirtschaftliche Zwecke niederzulassen.
Es dauerte aber nicht lange bis die Eingeborenen erkannten, dass die Deutsche Kolonialisierung ihren Lebensunterhalt wie Vieh und Ziegen bedrohte, als auch ihr eigenes Überleben. So kam es zum Aufstand der Nama und Hereros, der bis 1908 andauerte und in der totalen Niederlage der einheimischen Bevölkerung endete.

Am Beginn des Zweiten Weltkrieges besetzte Südafrika das Land, da es mit einem Mandat der League of Nations aus dem Jahr 1920 dazu berechtigt war. 1966 wurde dieses Mandat von den Vereinten Nationen abgesetzt. Südafrikanische Rebellen kamen und der Beginn Jahrzehnte langer militärischer Streitigkeiten zwischen Südafrika und der Namibischen Befreiungsarmee SWAPO begann.
Am 21.März 1990 wurde letztendlich die Unabhängigkeit ausgerufen und eine demokratische Staatsordnung geschaffen. SWAPO gewann die ersten freien Wahlen und war bald die einzige dominierende Partei. Ihr Führer, Dr. Sam Nujoma wurde der erste Namibische Präsident. Namibia öffnete seine Tore für Touristen und wurde zu einem extrem beliebten Reiseland für Abenteurer und alle, die ein warmes Klima bevorzugen.































