Myanmar Übersicht

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Myanmar ist eines der letzten wirklich unberührten Regionen Südost-Asiens. Die vielfältige Kultur bringt den Buddhismus besonders stark zur Geltung. Myanmar grenzt an Thailand, Laos, China, Indien und Bangladesch; man findet daher viele verschiedene Menschen im Land. Bunte Bergstämme leben in den Hochländern, entlang der Küste am Indischen Ozean findet man Fischerdörfer. Überall trifft man auf lächelndeGesichter der Burmesen.

Yangon, die ehemaligen Hauptstadt, konnte viel von ihrer trägen tropischen Ausstrahlung bewahren. Einsturzgefährdete Kolonialhäuser werden langsam restauriert und neue Hotels sowie Restaurants füllen den Platz um den Reisenden gerecht zu werden. Luxus-Hotels werden Sie nicht viele finden, es gibt aber zahlreiche Unterkünfte in den wichtigen Touristenstädten.

Weiter flussaufwärts den Irrawaddy begeistern Pagan und Mandaly mit ihren kaum zählbaren Buddhistischen Tempeln, Pagoden und alten Palästen jeden Besucher. Etwa 87% der Burmesen sind Buddhisten. Obwohl viele Landesteile für Ausländer nicht zugänglich sind, bleiben noch Dutzende interessante Stätten mit touristischer Infrastruktur die es zu besuchen gilt.

Es ist zwar nicht immer einfach nach Myanmar zu gelangen, die Grenzen sind aber für Ausländer größtenteils geöffnet. Erkundigen Sie sich vor Ihrer Reise auch immer über die momentane politische Situation im Land. Sie werden aber immer mit einzigartigen Szenen, die Sie nur in Myanmar erleben, belohnt. Die meisten Besucher benötigen für Myanmar ein Visum, dessen Ausstellung manchmal lange dauern kann. Planen Sie daher rechtzeitig im Voraus und denken Sie auch an alternative Reise-Routen.

Unterkünfte in Myanmar sind verschiedenartig, in den Touristenzentren es gibt aber Hotels für alle Geschmäcker und Brieftaschen. Viele Besucher steigen lieber in lokal geführten Häusern als in staatlichen Hotels ab.

Geschichte
 

In der Vergangenheit, emigrierten vier ethnische Gruppen nach Myanmar: Pyu aus Indien, Mons aus Kambodscha, Mongol Burmesen aus den Himalayas und Thais aus Nord-Thailand. Das Burmesische Königreich von Bagan war die erste Macht, welche im 11.Jahrhundert die Kontrolle über die Region übernahm. Es konnte aber die unzähligen Rassen nicht vereinen. 1287 fiel Kublai Khan ein und es begann ein 250-jähriges Chaos mit Uneinigkeit und Kämpfen. Im 16.Jahrhundert zwang eine Gruppe von Taungoo-Königen die Siamesen zum Verlasen des Landes und übernahm die Macht.

Das 18.Jahrundert brachte mehr Zersplitterung, da die Mons und andere Bergstämme ihre eigenen Mini-Königreiche gründeten. Ein wichtiger Wendepunkt in der Geschichte der Region spielte sich 1767 ab, als die Burmesen Ayutthaya angriffen und die Siamesen nach Bangkok vertrieben. Myanmars instabile Situation inspirierte 1824 die Briten, die das Land wiederholt (1852 und 1883) besetzten. Burma, wie Myanmar zu dieser Zeit genannt wurde, wurde ins Britische Kolonialreich aufgenommen. Zu dieser Zeit kamen auch die Inder und Chinesen ins Land und brachten weitere Kulturen in diesen Schmelztiegel.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Briten von den Japanern aus dem Land vertrieben. Die Einheimischen waren aber über diese Befreiung nicht erfreut und 1948 war das Land wieder in verschiedene unabhängige ethnische Gruppen aufgeteilt. Als General Ne Win 1962 einen Putsch startete, begann Burma sein heutiges Dasein, der Sozialismus setze sich nicht durch. Die Wirtschaft brach zusammen und weite Proteste führten 1989 zu einer demokratischen Wahl. Aung San Suu Kyi’s NLD Partei gewann mit einem Erdrutschsieg, die Militärjunta aber akzeptierte diesen Ausgang der Wahlen nicht und stellte sie unter Hausarrest, wo sie noch heute ist.

Seit 1989 regiert das Militär das Land mit eiserner Hand. Internationaler Druck konnte die Militärs nicht dazu bewegen, den Willen des Volkes anzuerkennen. Der moderate General Khin Nyunt wurde 2004 durch den Hardliner Ne Win ersetzt, der bis jetzt an der harten Führung festhält.

Klima
 

Myanmar genießt ein Klima mit 3 verschiedenen Jahreszeiten, was auf die verschiedenen Höhen des Landes, von der tropischen Küste im Süden und den hohen Bergen im Nordwesten zurückzuführen ist. Am heißesten ist es von März bis Mai, wenn die Temperaturen bis auf 40°C steigen und das Land ausgedörrt und stickig ist. Während der heißen Zeit hält man sich am besten an der Küste oder in den Bergen auf.

Von Mai bis Oktober bringt der jährliche Monsun die lang ersehnte Abkühlung. Erfrischende Winde drücken die Temperaturen auf nur noch 30°C. Kurze aber heftige Nachmittags-Gewitter kennzeichnen den Beginn dieser Periode, gegen Ende der Saison nehmen diese aber ab. Neben dem notwendigen Wasser für die Vegetation bringt der Monsun aber auch höhere Luftfeuchtigkeit mit sich. Trotz dieser hohen Luftfeuchtigkeit ist die Monsun-Zeit noch immer eine der angenehmsten Reisezeiten.

Der kühle und trockene Winter dauert von November bis Februar. Das ist wirklich die beste Reisezeit des Jahres, da sich die Temperaturen um angenehme 25°C bewegen und der Himmel klar und fast täglich wolkenlos ist. Die Nächte können überraschender Weise kühl ausfallen, bringen Sie daher einen Pulli oder Sweater wenn Sie um die Weihnachtszeit anreisen. Ansonsten sind Sie mit leichter Kleidung am besten bedient.


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