
Macao ist eine Sonderwirtschaftszone (SAR) Chinas und genießt einen ähnlichen Status wie. An der Südküste Chinas und dem Westufer des Pearl River gelegen, grenzt Macao an die Provinz Guangdong. Nach Hongkong sind es 56 km, in die Stadt Guangzhou weniger als 160 km.
Das Gebiet war auch die erste und zugleich letzte Europäische Kolonie in China, was recht gut an der Architektur zu erkennen ist. Wenn man durch die Altstadt spaziert könnte man annehmen, sich irgendwo in Europa zu befinden. Obwohl die Bevölkerung hier fast ausschließlich aus Chinesen besteht, lebt noch ein kleiner Anteil an Portugiesen hier.
Macao hat zwei verschieden Gesichter. Da ist das alte mit seiner malerischen Architektur und den oft bröckelnden Gebäude der Vergangenheit sowie die Buddhistischen Tempel, Chinesischen Warenhäuser sowie von den Portugiesen erbaute Kirchen und Festungen. Auf der anderen Seite das neue Gesicht mit der boomenden Kasino-Industrie und dem Glitzern eines Las Vegas des Ostens.
Dieses ehemalige Fischerdorf, das sich mittlerweile in eine Stadt mit Großhandelshafen gewandelt hat wird was den internationalen Handel und den Tourismus betrifft immer bedeutender für die Region. Neue Mega-Kasinos entstehen und ziehen noch mehr spielfreudige Besucher an. Neben Kasinos hat Macao aber auch historische Sehenswürdigkeiten, tolle Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten und köstliche Speisen zu bieten.
Die ersten bekannten Siedler am Westufer des Pearl River waren Fischer aus Fujian und Bauern aus Guangdong. Die Siedlung hieß damals Ou Mun (was so viel bedeutet wie “Tor des Handels”), was auf die Lage nahe der Flussmündung zurückzuführen ist, flussabwärts von Guangzhou. In früheren Zeiten war Guangzhou eine wichtige Verbindung an der Seidenstraße; hier wurden Schiffe mit Waren beladen und nach Rom gesandt.
Obwohl der Handel an der Seidenstraße an Bedeutung verloren hat, profitiert Guangzhou vom Seehandel mit Südost-Asien. Die einheimischen Geschäftsleute hießen Portugiesische Handelsleute willkommen, die ihnen beim Aufbau des Handels behilflich waren.
Gegen Mitte des 16.Jahrhunderts hatten die Portugiesen die Genehmigung, an Ort der Siedlung Ou Mun eine Stadt zu errichten, die von den Bewohnern A Ma Gao genannt wurde. Da die neuen Siedler Schwierigkeiten mit der Aussprache des Chinesischen Namens hatten, wurde er in Macao geändert. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Stadt zu eine wichtigen Handelshafen, der den Handel zwischen China, Indien und Europa forcierte.
Aufgrund seiner Rolle im internationalen Handel wurde Macao zu einem Schmelzpunkt Westlicher und Östlicher Kulturen. Mit den Missionaren, wie z.B. St. Francis Xavier, die von der Römisch Katholischen Kirche gesandt wurden, verstärkte sich der Europäische Einfluss. Die Missionare gründeten ein Christliches College wo Studenten zu Gelehrten am Kaiserlichen Gericht in Peking vorbereitet wurden. Zu dieser Zeit wurden Festungen und Kirchen errichtet, die Macao eine Europäische Ausstrahlung verliehen, die noch heute zu sehen ist.

Das “Goldene Zeitalter” Portugals in Asien neigte sich dem Ende zu, da die Briten und Holländer den Handel immer mehr dominierten. Die Chinesen hingegen entschieden sich dafür, weiter Handel mit den Portugiesen in Macao zu betreiben. Mehr als 100 Jahre lang mieteten Britische und Holländische Handelsfirmen Gebäude in eleganten Häusern der Portugiesen für kommerzielle Zwecke.
Als der Handel mit verschiedenen Europäischen Mächten immer mehr zunahm, verbrachten viele Händler aus Europa den Großteil des Jahres in Guangzhou, wo sie Tee und andere Chinesische Luxusartikel auf Messen kauften und natürlich auch Unterhaltung und Entspannung in Macao genossen.
Als Hongkong 1841 – gleich nach dem Anglo-Chinesischen Krieg – von den Briten gegründet wurde, verließen viele Händler Macao um nach Hongkong umzusiedeln. Aufgrund dieses Exodus` wurde es in Macao viel ruhiger und es verbreitete sich eine angenehm freizügige und multikulturelle Atmosphäre. Bald war Macao ein beliebter Ort für Zwischenstopps von Künstlern, Schriftstellern und Reisenden aus aller Welt.
Zwischenzeitlich hat sich in Macao die Elektronik-, Textil- und Spielzeugindustrie etabliert. Zur soliden touristischen Infrastruktur gehören Resorts, Kasinos, Hotels, Restaurants und Sportstätten. Macaos Wirtschaft ist noch immer sehr eng mit Hongkong und dem Pearl River Delta-Gebiet der Provinz Guangdong verbunden. Hierzu gehören Bank- und Finanzdienstleistungen, Personaltraining und Entwicklungsprogramme sowie Kommunikations- und Transportunterstützung.
Mit neuen Gebäuden und Landgewinnung im Meer wächst Macao weiter. Auch die Kasino-Industrie hat an Bedeutung gewonnen. Macao wird vor allem beim Besuchern beliebter, welche an der eigenartigen Mischung Westlicher und Östlicher Kulturen interessiert sind, als auch bei denjenigen, die ihr Glück im Kasino versuchen möchten.
Macao grenzt an Süd-China und liegt an der Südchinesischen Küste. Südlich des nördlichen Wendekreisesist seine geografische Lage bedeutend für sein Klima und die Wetterbedingungen. Die Winter sind eher kalt, die Sommer typischerweise mild und feucht. Die angenehmste Reisezeit ist von Mitte Oktober bis Anfang Dezember.
Während des Winters von Jänner bis Februar wehen kalte, trockene Winde aus dem Norden und halten die Temperaturen tief. Im März und April dreht der Wind und kommt aus dem Osten, was einen Anstieg der Temperaturen und der Luftfeuchtigkeit zur Folge hat. Zu dieser Jahreszeit kann es auch zeitweise regnen und nebelig sein, trotzdem ist das Frühlingswetter angenehm.
Von Mai bis Oktober, im Sommer, bringen tropische Zyklone hohe Temperaturen, Regen und Gewitter. Nach Ende der Regenzeit zieht der Herbst mit kühlem und trockenen Wetter ein. Das kühle Wetter dauert bis in den November an, danach im Dezember dringt noch kältere Luft vom Chinesischen Festland ein.































