
Laos wird noch immer von vielen Reisenden als unentdecktes Juwel Südost-Asiens bezeichnet. Dieses vielfältige Land ist voll von Überraschungen. Von den bergigen Hochländern im Norden bis zu den 4.000 Inseln des Mekong River hat dieses Land mit nur 6 Mio Einwohnern eine unglaublich vielfältige Geografie und bunte Kultur zu bieten.
Der Buddhismus ist das dominierende Thema in diesem kommunistischen Land, gefolgt von den Traditionen der Bergstämme. Diese ethnischen Minderheiten machen einen Großteil der Einzigartigkeit Laos` aus. Eine Reise von Norden nach Süden, wo der Mekong nach Kambodscha fließt, nimmt viel Zeit in Anspruch. Dank der stabilen Flugverbindungen von Laos Airways können heute viele ländliche Gebiete ganz einfach erreicht werden.
Laos befindet sich zwar noch immer in einem Entwicklungsstadium, aufgrund er freundlichen Menschen und deren steigenden Interesse an der Welt haben Laos zu einem der beliebtesten Reiseländer gemacht. Auf den Berggipfeln finden Sie gewissenhafteÖko-Ressorts, Hotspots wie Luang Prabang bieten malerische Hotelzimmer und feine Speisen in restaurierten Französischen Kolonialhäusern. Auch das Essen ist im Vergleich zu den umliegenden Ländern unterschiedlich. Der französische Einfluss ist z.B. bei den frischen Baguette und dem besten Bier der Region, Beer Laos, erkennbar.

Manche Besucher kommen nach Laos um ein Trekking-Abenteuer in abgelegene Dörfer zu unternehmen, andere wieder um mit ihrem Kajak die einsamen Hochlandflüsse entlang zu fahren. Auf jeden Fall sollten Sie die UNESCO-Stadt Luang Prabang besuchen und dort die ausgezeichnete Französische Küche probieren, sowie das Einkaufen von Laotischen Handwerkswaren in den eleganten Boutiquen genießen.
Die Hauptstadt Vientiane ist so verschlafen, das sie kaum Verkehrsampeln benötigt. Wandern Sie Richtung Süden zum Bolaven Plateau und Sie werden eine weitgehend unbekannte Kaffeesorte entdecken, die auf Tafelbergvulkan wächst. Auch bei den nahe gelegenen 4.000 Mekong-Inseln hat sich eine aufkeimende Touristenszene entwickelt.
Die meisten Reisenden kommen via Bangkok und nehmen dort einen Anschlussflug. Es gibt aber auch einige interessante Überlandrouten. Laos ist noch immer ein abenteuerliches Land und der Tourismus steckt noch in den Kinderschuhen. Für viele Reisende ist es aber genau dieser Faktor, der dieses Land so anziehend macht.
Laos liegt im Zentrum Südost-Asiens und ist daher ein kultureller, sozialer und ethnischerSchmelztiegel aller Nationen dieser Region. Thais, Khmer, Chinesen und lokale Stämme kommen und gehen hier seit Jahrhunderten. Die ersten Laotischen Fürstentümerentstanden als Reaktion auf eine Invasion der Mongolen im Jahr 1.200. Etwa 100 Jahre später vereinte Fa Ngum eine Gruppe unorganisierter Chiefdoms zu seinem Königreich in der Nähe von Luang Prabang und “Lan Xang”, das Land der Millionen Elefanten war geboren.
Das Königreich Lan Xang war das Ausgangspunkt der laotischen Nation die wir heute kennen. Dieses Königreich war von Anfang an stabil und gedieh, aber interne Kämpfe und Druck von den angrenzenden Königreichen teilten das Gebiet in drei sich bekriegende Königreiche: Luang Prabang, Vientiane und Champsack.
Die Laoten kämpften bis 1820 untereinander, als alle drei Königreiche an Thailand verloren gingen. Gegen Ende des 19.Jahrhunderts war FranzösischIndochina entstanden und die Thais waren gezwungenihr Laotisches Gebiet abzugeben.

Die Japanische Invasion Indochinas während des Zweiten Weltkriegs ließ die Opposition in Form der Laotischen Widerstandsgruppe Lao Issara entstehen. 1953 erlangte das Land seine Unabhängigkeit von Frankreich (das versuchte nach Aufgabe der Japaner die Kontrolle wieder zu erlangen) zurück. Das Land aber war intern zwischen Kommunisten, Royalisten und Neutralisten geteilt.

1964 wurde Laos in den Vietnam-Krieg involviert, als die USA den Osten des Landes bombardierten. Dieser Krieg teilte das Land in Royalistische und Kommunistische Gruppen, die sich zusammen mit ihren Vietnamesischen Gegenspielern bekämpften. Zu Kriegsende hatte Laos die traurige Ehre, sich als das am stärksten zerbombte Land der Kriegsgeschichte zu bezeichnen.
Die kommunistische Pathet Lao Partei erlangte 1975 durch einen friedlichen Putsch die Kontrolle übers Land. Laos unterhielt auch nach wie vor gute Beziehungen mit den Vietnamesischen Kommunisten bis in die 1980er Jahre, als sich beide Ländern dem Kapitalismus und der Marktwirtschaft öffneten. Als Laos 1997 der ASEAN-Gemeinschaft beitrat, war das ein Riesenschritt. Leider litt das Land sofort nach Beitritt an grassierender Inflation und Geldabwertung.
Seit 1997 hat die Regierung große Anstrengungen unternommen um Touristen ins Land zu locken und die zukünftige wirtschaftliche Stabilität des Landes scheint sehr stark von der Tourismusindustrie abhängig zu sein.
Obwohl sich das Land hunderte Kilometer von Norden nach Süden erstreckt, herrscht in ganz Laos ein einheitliches tropisches Monsunklima. Der Norden wird von Mai bis Oktober von der Regenzeit heimgesucht, wenn der Regen die Hügel und Reisfelder bewässert. Während des Monsuns sind die Temperaturen warm, Gewitter am Nachmittag bringen aber kühle Winde Abkühlung. Die Regenschauer sind typischer Weise stark aber kurz und die Vegetation sprießt ihrem Höhepunkt entgegen.
Die Trockenzeit dauert von November bis April, wenn sich der Regen verzieht, der Himmel aufklärt und das Wetter angenehm kühl ist. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Jänner, da zu dieser Zeit die niedrigsten Temperaturen herrschen und der Himmel täglich wolkenlos ist. Im Norden des Landes kann der Winter – besonders nachts – recht kalt sein, bringen Sie daher einen Pulli oder Sweater mit. Im Süden ist es auch im Winter viel wärmer, besonders ums Neujahr, wenn die Hotels – besonders in Luang Prabang – oft sehr voll und gut gebucht sind.
Wenn Sie in der heißesten Jahreszeit – von März bis April – nach Laos reisen, finden Sie im Wasserfestival, das zum Laotischen Neujahr im April stattfindet – die notwendige Abkühlung. Leider stecken zu dieser Zeit auch viele Bauern ihre Felder in Brand und der Himmel ist oft dunstig.































