Eine Reise nach Guatemala bietet Besuchern die Gelegenheit, historische und kulturell bedeutsame Städte und Ruinen aus der Maya-Ära zu erkunden und etwas über das Leben des Maya-Volkes zu lernen. In Guatemala findet man Naturschutzgebiete, altertümliche Städte, religiöse Heiligenbilder und –statuen und aktive Vulkane in unmittelbarer Umgebung. Es ist diese Vielfältigkeit, die das Land so interessant macht. Besuchern fällt es schwer zu entscheiden, welche Sehenswürdigkeiten man zuerst betrachten soll.

Esquipulas
Esquipulas ist eine bedeutende und historische Stadt im Chiquimula-Gebiet und eine der wichtigsten Städte in ganz Mittelamerika. Die Basilica von Esquipulas enthält ein Heiligenbild des Schwarzen Christus aus dem Jahre 1594 und liegt damit in religiöser Bedeutung an zweiter Stelle hinter dem Schrein der Jungfrau von Guadelupe unweit von Mexiko Stadt. Pilger aus ganz Mittelamerika strömen hierher um am 15. Januar zu beten. Esquipulas ist ebenfalls der Sitz des Mittelamerikanischen Parlaments, wo mehrere wichtige Friedensabkommen geschlossen wurden. Weitere Sehenswürdigkeiten umfassen das Franziskanische Heiligtum, das Belén-Kloster und die koloniale Kleine Brücke.

Guatemala-Stadt
Guatemala-Stadt ist die Hauptstadt des Landes und Heimat einiger spektakulärer und historischer Sehenswürdigkeiten. Zu den beliebtesten zählen: Parque Central, der an den Nationalpalast, die Kathedrale und die Nationalbibliothek grenzt. Kaminal Juyú ist eine Stadt, die unter den geschäftigsten Bezirken von Guatemala-Stadt begraben ist, aber dennoch für einen Besuch sehr interessant ist. Im Minerva Park kann die Reliefkarte der Republik besichtigt werden, die weltweit die grösste seiner Art ist. Falls Sie ein Fan von neoklassischer und barocker Architektur sind, dann werden Sie hier eine Vielzahl an Schaustücken zu sehen bekommen. Zu den besten zählen: Das Hermitage of El Carmen aus dem 17. Jahrhundert, die Kirchen von La Merced, Santo Domingo, Santuario Expiatorio, Las Capuchinas und Santa Rosa. Im Süden der Stadt befindet sich das Nationale Pferderennbahn, der Parque la Aurora, der Stadtzoo, das Museum für Achäologie und Ethnologie und das Ixchel Museum. Weitere Museen mit eindrucksvollen Sammlungen sind das Popol Vuh Museum und das Nationalmuseum für moderne Kunst.
Antigua Guatemala
Dies ist die alte Hauptstadt Guatemala’s und sollte auf Ihrer Reiseliste ganz oben stehen. Vor der teilweisen Zerstörung durch ein Erdbeben im Jahr 1773 galt La Antigua Guatemala als eine der eindrucksvollsten Städte in Mittelamerika. Ein weiteres Erdbeben im Jahre 1976 richtete eine riesige Verwüstung an, wobei die Stadt trotz seiner teilweisen Zerstörung zu einem UNESCO Kulturerbe erklärt wurde. La Antigua steht nach all den Erdbeben, Überschwemmungen und Feuerinfernos noch immer als wunderschöne Stadt da, die vielfarbene Gebäude, tropische Gärten, Brunnenplätze und Kopfsteinpflasterstrassen zu bieten hat. Die Stadt ist bei Touristen sehr beliebt und kann mit einigen guten Hotels, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und einem aktiven Nachtleben aufwarten. Einige Gebäude konnten der Zerstörungswut standhalten und stehen heute stolz Seite an Seite mit modernen Einkaufszentren und Hotels. Zu den schönsten Gebäuden zählen: Die Kathedrale, der Palast der Generalkapitäne, die University of San Carlos und die Kirchen von La Merced, Santa Clara und San Francisco.

Stätten der Mayas
Im riesigen Tropendschungel der Petén-Region sind viele altertümliche Maya-Stätte zu bewundern. Die Gegend grenzt an Belize und Mexiko, wo die Maya-Stätte in drei Ländern erkundet werden können. Flores, das einen internationalen Flughafen besitzt, war ein zeremonisches Zentrum der Maya und liegt auf einer Insel inmitten des Petén Itza Sees. Leider überstand keine der Maya-Bauten dem Einfall der Konquistadoren. Zu den atemberaubenden Maya-Ruinen von Tikal (Stadt der Stimmen) zählen riesige Tempelanlagen, Tanzstätte, erhöhte Fusswege, Plätze und öffentliche Gebäude. In der Stadt sind etwa 3.000 Maya-Bauten zu finden und viele weitere sind in der dichten Dschungelvegetation begraben. Die Gegend wurde erstmals etwa 800 v.Chr. besiedelt und etwa 1.000 Jahre später wieder verlassen. Es wird empfohlen, mindestens zwei Tage hier zu verbringen, so dass Sie den Grossteil der Anlagen der Sehenswürdigkeiten zu sehen bekommen. Park-Unterkünfte gibt es in Flores, Santa Elena und El Remate. Geführte Touren können ebenfalls gebucht werden.
Im Norden von Petén gibt es weitere Maya-Stätte, in denen zur Zeit Ausgrabungsaktivitäten unternommen werden. Eine der eindrucksvollsten davon ist Uaxactún (Acht Steine), welche zeigt, wie fortgeschritten die Maya-Kultur im 9. Jahrhundert v.Chr. bereits war. Weiter östlich liegt Yaxhá (Grünes Wasser), in der viele Maya-Terrassen, Plätze und erhöhte Fusswege zu finden sind. In Ceibal steht ein kleines Observatorium, das gebaut wurde, um die genaue Lage von Galaxien, Planeten und Sternen festzustellen.
Nationalparks
Der eindrucksvolle Tikal Nationalpark besteht aus 505 Quadratkilometer Wälder und tropischer Vegetation. Hier kann man eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen erkunden, einschliesslich den Brüllaffen, tropische Vögel, das Ozelot, Jaguar und den Spiesshirsch. Die Cerro Cahuí Biosphäre ist ein sechs Quadratkilometer grosses Naturschutzgebiet, in dem Zedern, Sapodillas, Indigos, Orchideen und einige wilde Tiere wie der Weisswedelhirsch, das Gürteltier, Klammeraffen, Papageien und Tukane beheimatet sind. Der Lanchúa Nationalpark liegt etwa 200 km von Cobán. Dies ist ein subtropischer Regenwald, in dem es sprichwörtlich von Säugetieren und Amphibien nur so wimmelt. Falls Sie diesen Park besuchen möchten, dann benötigen Sie eine vollständige Campingausrüstung und einen Tourführer. Die Stadt Purulhá beheimatet das Mario Dary Biotape Reservat, das dem Schutz des Quetzals dient, jenem Vogel, der auf der Flagge des Landes abgebildet ist. Ausserdem sind hier viele tropische Vögel wie der Kolibri, der Tukan und der Ara angesiedelt. Der Montecristo Nationalpark liegt im Chiquimula-Gebiet und verläuft über drei Länder. Mehr als die Hälfte der subtropischen Wälder liegen jedoch in Guatemala.
Vulkane
In Guatemala gibt es 33 Vulkane, von denen noch drei aktiv sind. Ohne Zweifel ist der Pacaya Vulkan der dramatischste, der zwischen Guatemala-Stadt und Escuintla liegt. In Zeiten vulkanischer Aktivitäten werden geführte Touren angeboten, um Besuchern die Eruptionen und den Lavaausfluss aus sicherer Distanz zu zeigen. Wenn der Vulkan inaktiv ist, ist es möglich, ihn zu erklimmen.
Der Westen Guatemala’s
Im Westen Guatemala’s hat man die Möglichkeit, die einzigartige Hochebene zu erkunden, die als El Altiplano bekannt ist. Die Städte und Dörfer der Region werden von einer signifikanten Zahl moderner Maya-Gruppierungen bewohnt, von denen viele noch heute die Sprache ihrer Vorfahren sprechen und deren heilige Riten befolgen. Viele der Dorfbewohner tragen auch heute noch die traditionellen, handgewobenen Kleider, in denen sie täglich die lokalen Märkte besuchen. Während die Städte über geteerte Schnellstrassen erreicht werden können, kann man zu einigen abgelegenen Dörfer lediglich über schlammige Feld- und Wiesenwege gelangen.

Klettern Sie auf einen Vulkanberg
In Guatemala ist es möglich, jeden der 33 Vulkane emporzuklettern (ausser in aktiven Zeiten natürlich). Der Tajumulco in der San Marcos Region ist der höchste Vulkan in Mittelamerika. Der Aufstieg ist für erfahrene Bergsteiger jedoch nicht sehr schwierig. Falls Sie nach einer grösseren Herausforderung suchen, dann sollten Sie den Tolimán mit seinen Zwillingsgipfeln in Erwägung ziehen. Der San Pedro Vulkan bietet eine atemberaubende Aussicht von der Spitze, die normalerweise innerhalb von sechs Stunden erreicht werden kann. Einer der am meisten besuchte Vulkane ist der Pacaya. Falls Sie diesen besuchen möchten, dann müssen Sie jedoch einen Tourführer engagieren und sich vorher erkundigen, ob der Vulkan aktiv ist. Der Aufstieg auf den Agua Vulkan gibt Bergsteigern die Möglichkeit, die Nacht über im Krater zu verbringen, wo für insgesamt 30 Personen Platz ist.
Nehmen Sie am Spanischen Landschaftstourismus teil
Besucher, die nach Abenteuer suchen, können sich für eine Tour durch das Land auf einem Pferd, mit dem Fahrrad, zu Fuss oder mit einem allradbetriebenen Fahrzeug entscheiden. Die Touren beginnen in Quetzaltepeque, führen durch San Luis Jiltepeque und enden im schönen Jalapa. Viele, die an einer solchen Tour teilnehmen, werden unterwegs von Familien in ihr Haus eingeladen.

Betreiben Sie Wassersportaktivitäten
Für Wassersportfans gibt es genügend Möglichkeiten, sich während ihres Urlaubs mit etwas Sport fit zu halten. Río Dulce, Lakes Izabal und Atitlán sind ausgezeichnete Orte zum Windsurfen, wobei sich Atitlán auch gut zum Tauchen eignet. Die schnell fliessenden Flüsse Guatemala’s sind ideal für Wildwasserfahrten. In Seen und Flüsse können sich begeisterte Angler ihrer Leidenschaft hingeben. Fischen im pazifischen Ozean ist ebenfalls äusserst beliebt. An den Küstengebieten ist Schwimmen, Schnorcheln, Jetskifahren und Tauchen ein beliebter Zeitvertreib. Gleichzeitig hat man hier die Möglichkeit, das tropische Meeresleben von Mittelamerika zu erkunden.
Machen Sie eine Zeitreise in Huehuetenango
Huehuetenango ist eine Bezirkshauptstadt und Heimat des isolierten Dorfes Todos Santos Cuchumatán. Die Menschen leben hier noch wie vor über 100 Jahren. Die traditionelle Tracht der Männer besteht aus roten Hemden mit hohen Krägen, rot-weiss-gestreiften Hosen, schwarzem Umhang und einem roten Tuch unter einem Strohhut. Am Tag der Toten (1. November) wird ein traditionelles Pferderennen ausgetragen.Die Reiter trinken Quetzalteca, ein örtliches Zuckerrohrgebräu, und reiten auf ihren Pferden einen schmutzigen Pfad auf und ab. Derjenige, der als letztes auf dem Perd sitzt, ist der Gewinner.
Machen Sie eine Bootsfahrt
Fahren Sie auf dem Río Dulce, einem Dschungelfluss, der seinen Ursprung im See Izabal findet und zwischen steilen Klippen und dichter Vegetation in die Amatique Bucht läuft. Entlang des Flusses können Sie das Fort San Felipe sehen, das im 17. Jahrhundert von den Spaniern errichtet wurde und als Verteidungsstützpunkt gegen Piratenangriffe diente. Der Fluss fliesst ebenfalls durch Mangrovensümpfe und Lagunen, wo das vom Aussterben bedrohte Manatee lebt, Guatemala’s grösstes Wassersäugetier.
Machen Sie eine Pause
Falls Sie vom Erkunden der Sehenswürdigkeiten und vom Wandern zu erschöpft sind, dann nehmen Sie eine Auszeit und geniessen Sie eine Tasse Kaffee. In allen Teilen des Landes sind sehr gute Cafés zu finden, die ausgezeichnete Cappuccinos, Lattes und Espressos servieren. Cobán und Antigua sind beides Anwärter für die Heimat des besten Kaffees in Guatemala.





























