Guam Übersicht
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Guam ist die größte Insel des Marianas Archipelago. Die kosmopolitische, dynamische Insel ist besonders bei Japanern und der Amerikanischen Marine sehr beliebt. In der Hauptstadt Hagåtña stehen viele historische Gebäude im spanischen Stil. Das größte Touristenzentrum befindet sich in der Tumon Bay. Neben Sonne, Sand und Meer erfreuen sich die vielen Besucher auch an den fabelhaften, zollfreien (Duty-Free) Einkaufsmöglichkeiten.

Guam ist die südlichste und größte des Marianen-Archipels im westlichen Pazifik etwa 2300 Kilometer südlich von Japan und 5000 Kilometer westlich von Hawaii. Es ist das westlichste US-Territorium und eines der Haupturlaubsziele im Westpazifik. Ungefähr 45 Kilometer lang und sechs bis zwölf Kilometer breit ist die Insel ein tropisches Paradies, das über ein Plateau mit Hügellandschaft und Klippen, die am nördlichen Ende über 900 Meter über das Meer ragen, und in den zentralen und südlichen Regionen über zahlreiche Buchten, Flüsse und Wasserfälle verfügt. Der Strand der Tumon Bucht ist der Mittelpunkt des Tourismus. Der schöne weiße Sand und warmes, kristallklares Wasser laden zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen am Philippinischen Meer ein.

Die alten Chamorros, die ürsprünglichen Einwohner, werden indo-malayischer Herkunft zugeordnet, mit kulturellen und sprachlichen Ähnlichkeiten zu Indonesien, Malaysien und den Philippinen. Der Besuch Ferdinand Magellans 1521 war die erste bekannte Begegnung mit dem Westen. Spanien erhob 1565 formell Anspruch auf die Insel und in den folgenden drei Jahrhunderten schickte es Beamte und Missionare, um die Einwohner zu einer Kultur im europäischen Stil und katholischem Glauben zu bekehren. Nach dem spanisch-amerikanischen Krieg wurde Guam 1898 an die USA übergeben und unter das Kommando der Marine gestellt, unter der es bis 1941 blieb, als japanische Truppen die Insel im Zweiten Weltkrieg einnahmen. Guam verblieb unter japanischer Kontrolle bis zur Rückeroberung im Juli 1944 durch die amerikanischen Truppen. Die Insel wurde ein externes Territorium der USA in 1949 mit begrenzter autonomer Verwaltung.

Heute ist Guam ein kosmopolitisches Reiseziel mit einer einzigartigen Kultur – grundsätzlich chamorrisch, aber sichtlich beeinflusst von der spanischen Besetzung, der katholischen Kirche und seinem Status als US-Territorium. Während des letzten halben Jahrhunderts wurde die Kultur der Insel auch von der Ankunft chinesischer, philippinischer, japanischer, koreanischer und mikronesischer Immigranten beeinflusst, die jeweils ihre eigene Kultur und heimische Küche mitbrachten. Mit seinen wunderschönen weißen Sandstränden, unendlicher Auswahl an Aktivitäten am Meer, historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten und Speisemöglichkeiten von Welt entspricht Guam auch weiterhin nahezu jedem Geschmack.
Es gibt eine Anzahl von Hotels auf der Insel, die jeden Geschmack und jedes Budget bedienen. Einige Hotels der gehobenen Klasse bieten exzellenten Service und beeindruckende Einrichtungen. Es ist anzuraten Unterkünfte immer frühzeitig zu buchen, da diese besonders in der Hochsaison schnell ausgebucht sein können.

Guam hat ein tropisches Klima mit ganzjährig warmem Wetter. Temperaturen reichen von 21 bis 32°C mit hoher Luftfeuchtigkeit. Es gibt zwei klar unterscheidbare Jahreszeiten: die Trockenzeit und die Regenzeit.
Die Zeitspanne von Januar bis Mai ist die Trockenzeit in Tumon (dem Zentrum des Tourismus) und gleichzeitig Hochsaison des Tourismus. Obwohl diese Periode 'Trockenzeit' genannt wird, ist die Luftfeuchtigkeit dennoch recht hoch und leichte Baumwollkleidung wird empfohlen. Die Regenzeit dauert von Juli bis November und die Monate Juni und Dezember sind wechselhaft – in manchen Jahren trocken und manchmal regnerisch. Beide Jahreszeiten sind von östlichen Passatwinden beeinflusst, die sich manchmal zu gefährlichen tropischen Stürmen entwickeln können. Da auch Taifune vorkommen können, ist anzuraten Wettervorhersagen zu beachten.
Obwohl die Trockenzeit Hochsaison ist, ist Tumon mit seinem überwiegend sonnigem und warmen Klima in der Tat ein Reiseziel für das ganze Jahr, sogar während der 'regnerischen' Monate.

Die Insel Guam (Guahan in der Sprache der eingeborenen Chamorros) ist Heimat einer weltoffenen Gesellschaft, die noch immer die Kultur der ursprünglichen chamorrischen Einwohner widerspiegelt, die hier seit 2000 v.Chr. leben. Diese frühe Kultur wurde seit dem 16. Jahrhundert von Europäern, Aisiaten, Amerikanern, Mikronesen und anderen beeinflusst, welche die Insel besetzten, besuchten oder einwanderten.
Die chamorrische Gesellschaft blühte, als seine Mitglieder ein hoch entwickeltes Fischereiwesen, gärtnerische und Jagdfähigkeiten besaßen. Sie waren erfahrene Seefahrer und auch Handwerker, die ihre Fertigkeiten im Weben und Töpfern verfeinerten und Häuser und Kanus bauten, die einzigartig für die Gegebenheiten der Region geeignet waren. Die chamorrische Gesellschaft war matriachialisch und aufgrund der Macht und dem Status der Frauen (und der Spanier, die dies nicht erkannten), hat ein großer Teil der chamorrischen Kultur wie Sprache, Musik, Tanz und Traditionen überdauert.

Latte Stones, Steinsäulen, die essentieller Bestandteil der historischen chamorrischen Häuser sind und sich an keinem anderen Ort der Welt befinden, wurden zum Symbol Guams und der Marianen-Inseln. Die ursprünglichen Steine bestanden aus zwei Teilen: einer stützenden Säule oder Halagi aus Korallenkalkstein und einem Deckstein oder Tasa aus Korallenfront. Traditionell wurden die sterblichen Überreste der Verstorbenen und ihr persönliches Eigentum wie Schmuck oder Kanus unter diesen Steinen begraben, die dort unberührt bleiben.
Als Guams spanische Ära wird die Zeit von 1565 bis 1898 betrachtet. Ferdinand Magellan kam 1521 in der Umatac Bucht an und war der erste bekannte Kontakt mit dem Westen. Nach einigen Scharmützeln versorgten die eingeborenen Chamorros schließlich die Segler mit Proviant in Form von frischen Früchten, Gemüse und Wasser im Tausch für Eisen, das eine hochbezahlte Ware war. 1565 erhob Spanien formell Anspruch auf Guam und die Marianen-Inseln und 1668 kamen jesuitische Missionare mit dem Ziel, eine Zivilisation und Religion im europäischen Stil aufzubauen. Sie zeigten den Chamorros den Maisanbau sowie Rinderzucht und führten den westlichen Kleidungsstil ein. Als sich das Christentum fest etabliert hatte, wurde die katholische Kirche der Mittelpunkt der Dorfaktivitäten und Guam wurde zu einem wichtigen Anlaufpunkt für die spanischen Galleonen, die den Pazifik von Mexiko zu den Philippinen überquerten.

1672 wurde ein jesuitischer Priester und sein philippinischer Assistent von Häuptling Mata'pang von Tomhom (Tumon) getötet, da er die Tochter des Häuptlings ohne dessen Erlaubnis taufte, ein Ereignis, das zu einem Krieg und fast völliger Ausrottung der chamorrischen Rasse führte. Die Bevölkerung wurde bis 1741 von 200.000 auf etwa 5.000 dezimiert. Am Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Chamorros gezwungen in fünf Dörfern zu leben: Agat, Fena, Hagatna, Pago und Umatac, wo sie von Priestern und Militär beobachtet wurden und gezwungen wurden, täglich Gottesdienste zu besuchen und die spanische Sprache und Gebräuche zu lernen. Spanische Soldaten und Philippinos wurden gebracht, um die Insel weiter zu besiedeln was zu einem Ende rein chamorrischer Abstammung führte. Den spanischen Einfluss sieht man heute noch an den bestehenden Gebäuden, Brücken, Forts und Kirchen überall auf der Insel.

Die Jahre von 1898 bis 1941 wird als Guams amerikanische Phase bezeichnet. Die Insel wurde in dem Vertrag von Paris, der am Ende des spanisch-amerikanischen Krieges unterzeichnet wurde, an die USA abgetreten. Unter der Verwaltung der Marine wurden Reformen in der Landwirtschaft, Bildung, im Landmanagement und im Gesundheitswesen eingeführt. Guam wurde Tank- und Kommunikationsbasis für die US Marine, bis es 1941 in die Hände japanischer Truppen fiel, die kurz zuvor Pearl Harbor angegriffen hatten.
Während die japanischen Truppen Guam von 1941 bis 1944 besetzten, erlitten viele Einwohner Guams Entbehrungen und fielen Gräueltaten zum Opfer. Konzentrationslager wurden von der japanischen Armee eingerichtet und viele Chamorros wurden hingerichtet. Zeichen der japanischen Besatzung wie Geschützstellungen und Tunnel kann man heute noch sehen.

Für die Befreiung Guams waren einige Bombardierungen von der Marine nötig, die zum Verlust tausender japanischer und chamorrischer Leben und zur Zerstörung der Stadt Hagatna führte. Am 21. Juli 1944 landeten amerikanische Truppen an den Stränden Asan und Agat und in den folgenden dreiwöchigen Kämpfen verloren 18.000 Amerikaner und Japaner ihr Leben, bevor Guam einmal mehr unter amerikanische Verwaltung gestellt wurde.
Aufgrund seiner strategischen Lage im Westpazifik blieb Guam weiterhin eine US-Kommandobasis bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945. Am 30. Mai 1946 wurde wieder eine US Marineregierung eingerichtet. US President Harry S. Truman unterzeichnete 1949 den Organic Act, der Guam als externes US-Territorium etablierte und der Bevölkerung Guams begrenzte Autonomie sowie die amerikanische Staatsbürgerschaft gewährte. Guam ist auch heute noch ein strategischer Außenposten für das US-Militär.































