 Prag ist nicht nur die Hauptstadt der Tschechischen Republik, sie ist auch die größte Stadt des Landes. Nicht nur aufgrund seiner 1.000 Jahre alten Geschichte zählt Prag zu den schönsten Städten Europas.
Geschichts- und Kunstliebhaber schätzen die vielen faszinierenden Museen und Galerien die es in Prag zu bewundern gibt. Aber auch die vielen wunderschönen Parks und Wälder laden zum Entspannen ein. Die vielen Kirchen mit ihrer einzigartigen Architektur finden Sie fast in jedem Stadtbezirk. Liebhaber der feinen Küche kommen in den vielen internationalen und einheimischen Restaurants voll auf ihre Kosten. Prag ist aber auch ein beliebtes Shopping-Paradies.
 Unterkünfte finden Sie in Prag in Hülle und Fülle. Von der einfachen Herberge über Pensionen und Gästehäuser bis hin zu 5-Sterne Hotels erwartet Sie hier jede Kategorie. Wohnungen kann man das ganze Jahr über mieten, es empfiehlt sich allerdings rechtzeitige Buchung. Auch die großen Hotelketten wie Hilton, Marriott und Best Western haben sich in den letzten Jahren in Prag etabliert. Es gibt aber genauso gute Hotels, die nicht unbedingt einen berühmten Namen tragen. Die meisten Hotels befinden sich in der Nähe der großen Sehenswürdigkeiten.
Geschichte
 Seit der Urgeschichte standen in Prag die verschiedensten Siedlungen. Die ersten Bewohner kamen etwa 5500 v.Chr., im 6.Jahrhundert begann sich die Stadt zu entwickeln. Die Slawen errichteten ein Netzwerk von Siedlungen und die Stadt begann zu wachsen. Damals entstand ein großer Marktplatz, der heute als „Alter Platz“ bekannt ist.
Friedlich entwickelte sich die Stadt bis ins frühe 15.Jahrhundert, als der berühmte Anarchist Jan Hus begann, einen Aufstand anzuzetteln. Dies führte zur Neuen Stadtrevolution von 1419, auf die dann die Hussitenkriege folgten. Hus wurde wegen Ketzerei 1415 hingerichtet.
 1583 zog Kaiser Rudolf II nach Prag und verwandelte die Stadt ins Zentrum Europäischer Kunst, Wissenschaft und Politik. Eine neue Stadt der Renaissance war geboren. Der Tod Rudolfs II 1612 beendete Prags Dominanz der Weltkultur. Die Schlacht am Weißen Hügel führte zum 30-Jährigen Krieg. Bei der Schlacht am Weißen Hügel wurde Prag zerstört und später, 1631, von den Sachsen geplündert. Urplötzlich wurde aus der Stadt ein Provinznest, was zum ökonomischen Kollaps und starken Bevölkerungsrückgang führte.
Während und nach dem 30-jährigen Krieg war Prag kaum noch besiedelt. Die Stadt wurde wieder aufgebaut und zum Schutz wurden Mauern und Wehranlagen errichtet. Die Franzosen besetzen Prag von 1741 bis 1744, danach wurde die Stadt von den Russen eingenommen. 1784 wurden die vier unabhängigen Städte Prag-Altstadt, Neue Stadt, Lesser Stadt und Hradcany zu einer Stadt vereint, die von Kaiser Josef II regiert wurde.
 Prag versteckte sich hinter seinen eigenen Mauern und versäumte so den Fortschritt der westlichen Welt, wie z.B. den Beginn der Industriellen Revolution im 19.Jahrhundert. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde ein Großteil der Mauern zerstört. Auf dem Weg ins 20.Jahrhundert begann Prag einen neuen Neo-Renaissance Stil zu entwickeln.
Diese Entwicklung wurde durch die Nazis gestoppt. 1939 erlag die Tschechoslowakei den Deutschen und Hitler erreichte Prag. Die jüdische Bevölkerung der Stadt wurde stark dezimiert, etwa 40.000 Menschen wurden getötet.
Nach der Kommunistischen Revolution 1948 begann die Bevölkerung Prags enorm zu wachsen. Schnell wurden viele neue Häuser – ganz billig – errichtet. Mit Einzug des Kommunismus’ 1968 hatte die Kreativität der Stadt ein Ende. Erst 1989 erlangte die Stadt ihre Freiheit wieder zurück und die Menschen von Prag konnten sich erneut ihrer Unabhängigkeit erfreuen.
Heute hat Prag seine einzigartige Pracht wieder erlangt und wurde erneut zu einer führenden Kulturstadt Ost-Europas. Prag ist eine beliebte Touristendestination und wurde seit seiner Abspaltung von der Slowakei eine einflussreiche Stadt in Europa.
Klima
Die Tschechische Republik liegt zwischen ozeanischen und kontinentalen Wettersystemen. Das Wetter ist daher sehr abwechslungsreich.
In Prag erwartet Sie ein heißer Sommer mit gelegentlichen Gewittern. In der Hochsaison, Juli und August, steigen die Temperaturen oft bis an die 30°C. Besucher erfreuen sich neben den vielen Sehenswürdigkeiten auch am angenehmen Sommerwetter.
Im Winter kann es ganz schön kalt werden, mit Temperaturen bis zu -11°C. Bei diesen frostigen Temperaturen kommen viele Urlauber gerne zum Schifahren, aber auch die Stadt hat im Winter ihr eigenes Flair.
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