Qingdao Übersicht
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Qingdaos gut geschützte Lage an der südlichen Spitze der Shandong Halbinsel lies schon immer ahnen, dass diese Stadt in der Geschichte Chinas einen besonderen Stellenwert einnehmen wird. Bereits 600 v. Chr. zog die Stadt zahlreiche Besucher wie den berühmten chinesischen Gelehrten Lao-Tzu an, der in den nahe gelegenen Laoshan Bergen die taoistische Religion gründete. Darauf wurde die Region zu einem spirituellen Zentrum und 1000ende Menschen zog es auf der Suche nach Erleuchtung in die Berge. Das kleine Fischerdorf Qingdao, 35km entfernt wuchs langsam aber sicher zu einem der bedeutendsten Industrie- und Hafenstädte Chinas.

Die zauberhafte Stadt am Gelben Meer ergänzt sich perfekt mit den bewaldeten Hängen der Laoshan Berge. In Qingdao steckte eine Menge touristisches Potential als die Deutschen nach ihrer Ankunft 1897 die Stadt für sich beanspruchten. Alte chinesische Gebäude wurden durch perfekte Kopien bayrischer Häuser ersetzt und die Stadt nahm zusehendes einen deutschen Charakter an. Es wäre anzunehmen, dass die Chinesen inzwischen alle Spuren dieser Zeit beseitigte hätten, aber trotz anfänglicher Widerstände haben sich diese spezielle architektonischen Besonderheiten nun zur Hauptattraktion von Qingdao entwickelt. Es herrscht wirklich eine surreale Atmosphäre wenn man zwischen bayrischen und traditionell chinesischen Häusern steht.

Qingdao besitzt aufgrund der langen Tradition eine ausgezeichnete touristische Infrastruktur und ermöglicht einen angenehmen Besuch. Die Stadt verfügt über zahlreiche hervorragende Restaurants und Hotels gibt es in jeder Preisklasse. Die Shandong Küche ist außerhalb Chinas weitgehend unbekannt zählt aber zu einer der besten Kochstile des Landes. Besonders frische Meeresfrüchte gibt es hier an jeder Ecke und auch Tsingtao, die größte Brauerei von China hat hier ihren Sitz. Sie erwarten außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten wie die Laoshan Berge mit ihren zahlreichen Tempeln und die Badaguan Altstadt mit zahlreichen bayrischen Gebäuden. Besonders im Frühling gibt es viele Feierlichkeiten zur Blütezeit von Kirschen, Pfirsichen und anderen Fruchtbäumen.

Qingdaos Geschichte erstreckt sich über 6000 Jahre und die erste ständige Siedlung stammt aus der Zeit der East Zhou Dynastie 770 – 256 v. Chr. In dieser Zeit wurde das Gebiet um Qingdao wegen Lao-Tzu, dem Philosophen und Gründer des Taoismus bekannt. Durch seine Lehren wurde die Stadt zu einer mystischen Gegend und zog die nächsten 2400 Jahre zahlreiche Buddhisten, Schriftsteller und Gelehrte an. Die Laoshan Berge wurden während der Tang, Song, Yuan, Ming und Qing Dynastie zu einer der bedeutendsten spirituellen Orte des Landes.

Zusätzlich zu ihrer religiösem Bedeutung wurde Qingdao während der Tang Dynastie von 681 – 907 zu wichtigsten Wirtschaftszentrum von China was auf der strategischen Küstenlage auf der Shandong Halbinsel beruhte. Die folgenden 1000 Jahre sahen den Aufstieg von Qingdao als nationales und internationales Seehandelszentrum. Als China im Opiumkrieg 1840 - 1842 von den Briten geschlagen wurde, kam es zur Kolonialisierung der Küstengebiete durch Europa. 1897 nahmen die Deutschen Qingdao ein und erklärten es als deutsche Zone. Dadurch verwandelte sich Qingdao und nahm einen bayrischen Charakter an. Die deutschen gründeten auch die Qingdao Brauerei, die auch heute noch das beliebte Tsingtao Bier produziert.
Im 1. Weltkrieg nahm Japan 1914 die Stadt ein und es begann ein 30-jähriger Kampf um die Kontrolle über Qingdao zwischen Japan, Deutschland und China. Nach der japanischen Niederlage im 2. Weltkrieg ging die Stadt wieder an China über. 1984, als die Stadt zu einer der 14 Küstenstädte erklärt wurde, die sich gegenüber ausländischen Investitionen öffneten, begann der Aufstieg von Qingdao. Neben Wirtschaft ist der Tourismus und besonders die historischen Laoshan Bergen bedeutend.

Dank der Küstenlage an der Spitze der Shandong Halbinsel hat Qingdao ein gemäßigtes Monsunklima mit vier Jahreszeiten. Das Wetter ist das ganze Jahr über gemäßigt und die beste Reisezeit ist von Anfang April bis November mit angenehmen Wasser- und Lufttemperaturen. Auch im Sommer von Juli – August ist es mit 25°C nicht zu heiß. Dann herrschen ideal Schwimmbedingungen und es herrscht immer eine frische Brise.
Im Winter von Dezember – Februar ist es recht windig mit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Zu dieser Zeit ist es in den Laoshan Bergen am ruhigsten. Auch im Frühling von März - April ist noch Nebensaison und Sie können die Frühlingsfeste miterleben.































