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Kambodscha  
Kambodscha Übersicht

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Ein zauberhaftes Land mit freundlichen Menschen und wunderbaren Landschaften, dem herrlichen Angkor Wat Tempelbezirk, zahlreichen anderen Tempeln und einer nicht immer leichten Geschichte.
Viele Besucher kommen um die Tempelanlagen zu besichtigen und bleiben dann an den herrlichen einsamen Stränden oder im unberührten Urwald, voller kleiner Ströme. Besonders die Natur ist in Kambodscha von faszinierender Schönheit und auch die Geschichte des Landes ist äußerst interessant. Zu den Höhepunkten gehören der Bokor Nationalpark an der Südküste der an Laos und Vietnam grenzt und in dem sich die bedrohte Tierart der Virachay befindet.
Kambodscha verfügt über eine geschichtsträchtige Kultur, bedingt durch das Khmer Kaiserreich. Der Tempelbezirk von Angkor mit seinen Steinskulpturen, Inschriften, mächtigen Säulen und Bögen sowie Aussichtsplatformen kann Wochen in Anspruch nehmen.
Die Hauptstadt Phnom Penh ist sehr charmant voller französischer Kolonialbauten, die einen schönen Kontrast zum Königspalast bilden. Nach vielen Jahren politischer Instabilität und brutaler Kriege ist Kambodscha wieder das Ziel vieler Reisender.
Der mächtige Mekong Fluss fließt von Norden nach Süden durch das Land und die fruchtbare Mekong-Tonle Ebene, die am dichtesten besiedelte Region des Landes. Kambodscha grenzt an Vietnam, Laos und Thailand und zu den natürlichen Sehenswürdigkeiten gehören der Tonle Sap (Große See), die Elefanten und Kardamon Berge im Südwesten und die Dangkrek Berge an der Grenze zu Thailand.

Zusätzlich gibt es noch eine Vielzahl an Feierlichkeiten und Festen, Sportveranstaltungen und anderen Ereignissen. Zu den beliebtesten Festen gehört das Bom Om Tuk zu Ende der Regenzeit Anfang November und dann ist auch die beste Reisezeit für einen Besuch in Phnom Penh oder Siem Reap. Der Battambang Markt bietet herrliche Einkaufsmöglichkeiten wie Antiquitäten und Kunsthandwerk.

Geschichte
 

Anhand von archäologischen Ausgrabungen ist belegt, dass das Landleben in Kambodscha bereits 1000 v. Chr. fast so wie heute war. Die Menschen ernährten sich von Reis und Fisch und lebten in Häusern, die auf Stelzen gebaut waren. Kambodscha gehörte zum Königreich Funan, das besonders in Punkto Kunst, Kultur und Politik einen starken Einfluss auf die sich später entwickelnden Khmer Staaten vom 1. - 6. Jahrhundert hatte. Während der Angkor Periode gewann das Königreich zu beginn der 8. Jahrhunderts an religiöser und künstlerischer Bedeutung.

Angkor wurde 1432 vom thailändischen Königreich Ayutthaya eingenommen und es kam zu einem 150 Jahre andauernden Konflikt. Spanien und Portugal waren ebenfalls an diesem Konflikt beteiligt und 1599 kam es zum Massaker der spanischen Garrison in Phnom Penn.
Von 1600 – 1863 verlief die Geschichte Kambodschas weniger ruhmreich, denn eine Reihe schwacher Könige regierten das Land. Die Franzosen zwangen König Norodom zur Unterzeichnung eines Vertrags und das Land wurde 1884 zu einer Kolonie. Bis 1941 herrschte Frieden, als die Franzosen, eigentlich unter guten Absichten, Prinz Sihanouk auf den Thron verhalfen.
Die Franzosen waren schockiert, als der Prinz 1953 das Nationalparlament auslöste und das Kriegsrecht ausrief. Am 9. November 1953 wurde die Unabhängigkeit ausgerufen. Die Genfer Konferenz erkannte das Königreich Kambodscha im Mai 1954 als Land an. Im Vietnamkrieg blieb Kambodscha vorerst neutral. Da Sihanouk vom Sieg der Kommunisten überzeugt war, brach er die Beziehungen mit den USA ab, gewährte Kämpfern aus Nordvietnam Schutz und erlaubte Waffenlieferungen aus China durch Kambodscha.
In der heißen Phase des Vietnamkriegs 1969 bombardierten die amerikanischen Truppen vermeintliche Stellungen der Viet Cong in Kambodscha. Tausenden von Zivilisten fielen diesem Konflikt zum und Kambodscha wurde in den Krieg verwickelt. 1970 drangen amerikanische und südvietnamesische Truppen in Kambodscha ein und das Land wurde zu einem Schlachtfeld.
Phnom Penh fiel im April 1975 an die kommunistischen Khmer Rouge unter Pol Pot und in den kommenden 4 Jahren verloren schätzungsweise 2 Millionen Menschen das Leben. Das Ziel war Kambodscha in einen maoistischen Agrarstaat umzuwandeln. Die Post wurde abgeschafft, ebenso die Währung und die Bevölkerung wurde versklavt und auf die Felder geschickt. Kambodscha war vollkommen von der Welt abgeschnitten.
1978 fiel Vietnam in Kambodscha ein, um sich gegen bewaffnete Überfalle im Grenzgebiet zu wehren. Die Khmer Rouge wurden aus dem Dschungel entlang der Grenze zu Thailand getrieben und es kam zu einem Guerillakrieg gegen die von Vietnam unterstütze Regierung der bis in die 80er Jahre andauerte.
Mit dem Ende des Kalten Kriegs und dem Verlust der finanziellen Unterstützung durch die Sowjetunion stand das Land unter dem Premierminister Hun Sen plötzlich ohne ausländische Unterstützung da und die Khmer Rouge im thailändisch-kambodschanischen Grenzgebiet wurden zu einer neuen Gefahr.
Der neu geschaffene Staat Kambodscha initiierte eine Reihe an Reformen um ausländische Investitionen anzuziehen, die kollektive Landwirtschaft wurde abgeschafft und sich einer freien Marktwirtschaft zugewandt. Die Missstände in der kambodschanischen Gesellschaft vergrößerten sich.
1991 kam es zu einem Vertrag der UN und ausländischen Nationen um den Konflikt zu beenden und das Land wurde von der Übergangsregierung bestehend aus der United Nations Transitional Authority in Cambodia (UNTAC) und dem Supreme National Council (SNC), das aus Delegierten unterschiedliche Fraktionen bestand, verwaltet.
1993 wurden durch die UNTAC Wahlen für eine Nationalversammlung abgehalten und die FUNCINPEC, eine Partei, die dem Königshaus nahe steht, gewann die meisten Sitze. Hun Sen und seine CCP Partei kam 1997 durch einen Coup an die Macht und erklärte sich zum Premierminister. Heute wird durch einen Kompromiss, eine Koalition bestehend aus 3 Parteien und 2 Premierminister regiert. Die Verfassung von 1993 stellte die Monarchie wieder her und das Königreich Kambodscha entstand.
Klima
 
In Kambodscha herrscht tropisches Klima und es gibt 4 Jahreszeiten. Die kühlere Trockenzeit ist von November bis Februar und dann ist die beste Reisezeit. Besonders im Dezember und im Januar ist die Luftfeuchtigkeit gering und Sie können Spaziergänge durch die Tempelanlagen von Angkor Wat machen.
Von März bis Mai ist es zwar noch trocken, aber drückend heiß. Besonders im April ist die Hitze oft unerträglich. Die Regenzeit beginnt im Juni und hält bis August an. Im September und Oktober ist es bedeutend kühler, aber es regnet noch häufig. Im Monsun ist es am Morgen meist schön und die Schauer kommen erst am Nachmittag. Die Niederschläge während des Monsuns machen bis zu 80% der jährlichen Regenmenge aus. Die Tagesdurchschnittstemperaturen liegen zwischen 21 – 35°C und im April ist eine Temperatur von 40°C keine Seltenheit.

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