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Bolivien  
Bolivien Übersicht

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Bolivien ist neben Paraguay einer der beiden Binnenstaaten in Südamerika. Das westliche Drittel des Landes ist die Hochebene der Anden, die die zwei Gebirge der Anden in die Puna teilt. Hier befindet sich der zauberhafte Titicaca See, die Ruinen von Tiwanaku, die Hauptstadt La Paz und die Stadt Oruro. Die Tiefebene im östlichen Bolivien macht das tropische Amazonasbecken mit seiner großen Artenvielfalt aus.
Bolivien ist eigentlich immer noch eine Nation der Ureinwohner. 40 Prozent der Bevölkerung gehören der Quechuas ( direkte Nachfahren der Inkas) an, 25 Prozent sind Aymara, 5 Prozent Guarani und 20 Prozent sind Mestizen ( eine Mischung aus Ureinwohnern und Europäern). Nur 10 Prozent der Bevölkerung ist europäischer Abstammung.
Nicht viel hat sich in Bolivien in den letzen Jahrhunderten verändert. Das Land ist noch relativ unterentwickelt mit unberührten Wäldern, Flüssen und ländlichen Gebieten. Viele Ureinwohner haben sich ihre Sitten, ihre Sprache und ihre Religion bewahrt und kleiden sich noch so wie sie es seit mehreren hundert Jahren tun.
Leider ist die Armut weit verbreitet. Sie können die unberührte Natur genießen, dürfen aber nicht vergessen dass es sich bei Bolivien um einer der ärmsten Länder von Südamerika handelt. Die Ureinwohner legen großen Wert auf Tradition und Folklore und die Erde selbst ist für viele so wichtig wie die Religion. Zahlreiche Schreine sind der Mutter Erde zugedacht und es gibt 10 Nationalparks und 8 Naturschutzgebiete. Sie finden in Bolivien herrliche Seen, mächtige Berge und üppige Regenwälder.
Trotz der Armut gibt es in Bolivien zahlreiche luxuriöse Hotels, besonders in La Paz. Auch in der mittleren Preisklasse erwartet Sie ein großes Angebot.
Klima
 
In Bolivien herrscht ein gemäßigtes Klima mit großen Temperaturschwankungen besonders zwischen Tag und Nacht und zwischen den Bergen und dem Flachland. Auch im Sommer fallen die Temperaturen nach Sonnenuntergang dramatisch.
Im Sommer von November – März regnet es viel. Es kann dann in Bergregionen zu Erdrutschen kommen, die die Straßen unpassierbar machen. Die Tagestemperaturen liegen um 25°C und die Luftfeuchtigkeit ist hoch.
In den Bergen ist es immer kühler und besonders in La Paz haben viele Besucher mit der dünnen Luft aufgrund der extrem hohen Lage zu kämpfen. Die Sonnenstrahlung ist auch sehr stark.
Im Winter ist es eher trocken und kühl. In den Bergen herrscht Frost mit Tagestemperaturen um 1°C während es in den Städten im Flachland um die 15°C ist. Nach Sonnenuntergang fallen die Temperaturen beträchtlich.
Die beste Besuchszeit ist im Frühling und Herbst. Im Frühling ist es angenehm warm und es regnet nicht so viel, während der Herbst etwas kälter und regenreicher ist.
Geschichte
 
Bolivien wurde einst von den Ayamara bewohnt die um den Titicaca See lebten. Diese Zivilisation wurde von den Inkas unterworfen, die 1538 unter die Herrschaft der Spanier kamen. Während der spanischen Besetzung hatte das Land den Namen Ober Peru. Erst durch die Unabhängigkeit und Simon Bolivar erhielt das Land 1825 den Namen Bolivien.
Zu Beginn der Unabhängigkeit wurde das Land von einer Folge Militärdiktaturen beherrscht, die mit unterschiedlichem Erfolg versuchten die drei Regionen Central, östliche Anden und Altiplano zu vereinen.
Die Unabhängigkeitsbewegung begann mit dem Krieg gegen Peru 1879, der das Land schwer traf. Eine Erholung wurde durch den Krieg mit Chile und Paraguay 1928 verhindert. Im Krieg gegen Paraguay verlor Bolivien den Atacama Küstenstreifen und das Land wurde zu einem Binnenstaat. Die einzige positive Auswirkung war die wachsende Kritik der Mittelschicht an der Militärdiktatur.
In den 1980er Jahren begann eine politisch stabile Zeit für Bolivien. Die Zeit der Militärcoups kam zu ihrem Ende. Zwischen 1825 und 1981 gab es 192 Coups, im Schnitt einen Coup alle 10 Monate. Die Stabilität war dem Präsidenten Victor Paz Estenssoro zu verdanken, der im August 1985 gewählt wurde und zu dessen Erfolgen die dramatische Reduzierung der Inflation war, die das land auf wirtschaftlichen Erfolgskurs brachte,
Seit den 1990er Jahren gibt es allerdings wieder zahlreich innenpolitische und internationale Probleme. Der Kampf gegen Drogen, der von den USA angeführt wird, zielt gegen den Coca Anbau und die Weiterverarbeitung in Kokain. In Bolivien gilt die Coca Pflanze als traditionelle ertragsreiche Anbaupflanze und deshalb trifft dieser Kampf auf wenig Gegenliebe. Auch die Wirtschaftkrise in Argentinien und Brasilien hat Auswirkungen auf Bolivien und die Agrarwirtschaft und es kam zu Straßenprotesten von Cocabauern.

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