
Brügge ist eine der am perfektesten erhaltenen mittelalterlichen Städte. Die Stadt entkam dem Bombenhagel der beiden Weltkriege und konnte so unzählige Architekturdenkmäler erhalten. Übertragener Gotikstil dominiert die Architektur der vielen Sehenswürdigkeiten, Romanisch, Renaissance, Rokoko, Neu-Klassik und Barock sind ebenfalls zu vorzufinden. Besuchen Sie einen der zahlreichen lebhaften Plätze sowie einige der ausgezeichneten Museen. Die zahlreichen Kanäle und Parks bieten Ihnen unzählige Freizeitmöglichkeiten sowie ausreichend Platz für Entspannung. Da sich die meisten Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt befinden, sind sie leicht zu Fuß zu erreichen. Die Altstadt wurde von der UNESCO als zu schützendes Weltkulturerbe anerkannt.

Der Markt
Die meisten Sehenswürdigkeiten Brügges konzentrieren sich um den Marktplatz, bekannt als der Markt sowie um die nahe gelegen Burg, einem weiteren zentralen Innenstadtplatz. Neben unzähligen Restaurants und Cafés ist der Markt von beeindruckender alter Architektur – darunter das Provinzpalast (Provinciaal Hof), die Markthallen sowie Belfry. Der Provinciaal Hof ist ein imposantes neugotisches Gebäude aus dem 19.Jahrhunert und beherbergt zurzeit die Zentrale der Regierung Westflanderns. Die Markthallen waren vom 13. – 16.Jahrhundert das Gewerbezentrum der Stadt und werden heute von regionalen Händlern als Ausstellungszentrum genützt. Der Belfry mit einer Höhe von 84 m ist die wichtigste Attraktion des Platzes. Wer ausreichend Kondition besitzt kann versuchen, die 366 Treppen hinauf zu steigen. Die untere Hälfte des Glockenturmes wurde schon im 13.Jahrhundert errichtet, im 14. und 15.Jahrhundert kamen dann die Ecktürmchen und der sechseckige Oberteil dazu. Im Belfry hängen 47 Glocken die unterschiedlich läuten. Belfry und die Markthallen sind Dienstag bis Sonntag von 09:30 bis 17:00 Uhr geöffnet. Senioren und Kinder erhalten ermäßigten Eintritt.

Die Burg
Die Burg liegt nur einen Steinwurf vom Markt und bildet den administrativen Kern der Stadt. Dieser attraktive Platz ist Heimat beeindruckender Gebäude in verschiedenen architektonischen Stilen. Am beeindruckendsten ist sicher das Rathaus (Gothic Stadhuis), welches das Älteste im Lande ist; es wurde im späten 14.Jahrhundert erbaut. Zu den Highlights der Burg zählt sicher das Gotische Zimmer mit seinen Plüschmöbeln und den detaillierten Wandmalereien, die Brügges Geschichte erzählen. Das angrenzende Alte Verwaltungsamt (Oude Civele Griffie) mit seiner Renaissance-Fassade aus dem 16.Jahrhundert beherbergt das Stadtarchiv. Das Provosts Haus (Proosdij) ist ein gutes Beispiels Barocker Architektur aus dem 17.Jahrhundert. Am schönsten ist die Burg bei Nacht, wenn die Beleuchtung den beeindruckenden Gebäuden noch Nachdruck verleiht.

Die Kirche Unserer Dame
Die Errichtung dieses faszinierenden Gebäudes dauerte über 3 Jahrhunderte. Mit seinen vielen Stilen, die den Originalen aus dem 13.Jahrhundert überlagern ist sie ein gutes Beispiel gemischter Architektur. Die Kirche schmückt sich mit dem zweithöchsten – 122 m – Glockenturm des Landes und beherbergt einige außergewöhnliche Kunstwerke, wovon Michelangelos „Madonna mit Kind“, eine Marmorskulptur in der Heiligen Kapelle sicher das Bedeutendste ist. Zu den weiteren Highlights zählen die herrlichen Gotischen und Früh-Renaissance Grabsteine von Karl dem Kühnen von Burgund und seiner Tochter Mary von Burgund im Chorteil. Am Montag sind die Räumlichkeiten der Kirche für die Öffentlichkeit geschlossen.
Die Kirche “Heiliger Retter”
Der Bau der meist gefeierte Kirche des Landes begann im 10.Jahrhundert weitere Anbauten kamen im 12., 13. und 14.Jahrhundert dazu, als ein Kirchturm über dem Glockenturm errichtet wurde und der Kirche zu einer Gesamthöhe von 100 m verhalf. Der Grund für diesen letzten Zubau war, nicht von der gleich daneben liegenden Kirche Unserer Dame überschattet zu werden. Die Kirche des Heiligen Retters ist mit zahlreichen Wandteppichen ausgeschmückt und beherbergt einige Kunstwerke sowie mittelalterliche Gräber. Die Wandteppiche aus dem Jahr 1730 sind wunderschön und hängen neben den Originalgemälden, nach denen sie angefertigt wurden.

Die Beguinage (Begijnhof)
Gleich hinter dem schönen Minnewater (See der Liebe) gelegen bietet die Fürstliche Beguinage des Weingutes (Prinselijk Begijnhof ten Wijngaarde) ein wenig Erholung vom hektischen Zentrum Brügges. Gegründet wurde das Weingut von Gräfin Margaret von Konstantinopel um den Begijns – religiöse Frauen die zu Nonnen werden und das Reinheitsgelübde ablegen – Unterkunft zu bieten. Sie sind nicht arm, leben von Klöppelarbeit um ihr Dasein zu finanzieren und helfen den Kranken. Seit 1937 dienten die meisten dieser Häuser des Begijnhof als Unterkunft für Benediktinernonnen des De Wijngaard Klosters. Eines dieser Häuser, das Begijnhuisje, dient jetzt als Museum und dokumentiert die Traditionen der Begijn-Sekte. Der Innenhof des Begijnhof ist ständig geöffnet und kostenlos zu besuchen, das Bejinhuisje hingegen hat saisonbedingte Öffnungszeiten und es muss auch Eintritt bezahlt werden.

Viele Bars, Cafés und Speiselokale erwarten Sie am “Markt”, diesem Platz im Herzen Brügges. Von hier lassen sich auch das Leben der Stadt und ihre Atmosphäre am besten beobachten. Vom Markt starten auch viele der Sightseeingtouren, je nach Wetterlage bietet sich eine Fahrt mit der Pferdekutsche oder einem der City-Tourbusse an.

Sagenhafte Museen laden zu einem Besuch ein, wie z.B. das Groeninge Museum, Memling Museum und das Gruuthuse Museum. Brügge mit seiner langen und berühmten Vergangenheit ist eine wahre Schatztruhe der Kultur, Geschichte, Architektur und Kunstwerke, was Sie in zahlreichen Top-Museen nachvollziehen können.

Eine Bootsfahrt auf einem der Kanäle der Stadt lässt Sie verstehen, warum Brügge auch das „Venedig des Nordens“ genannt wird. Dabei sehen Sie die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten aus einer ganz anderen Perspektive. Die relativ günstigen Touren dauern etwa eine halbe Stunde und finden täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr statt, ausgenommen im Jänner und Februar wenn es zu kalt ist.

Strollen Sie durch einen der vielen schönen Parks und Gärten der Stadt. Der bekannteste Park ist der Minnewater Park, wo im Sommer auch manchmal Rockkonzerte stattfinden. Dieser Park liegt nahe Begijnhof an den Ufern des „Minnewater“, dem See der Liebe. Über den See führt eine Brücke aus dem 18.Jahrhundert, von welcher Sie herrlichen Blick auf die Stadt genießen. An den Ufern nisten auch viele Schwäne. Der Königin Astridpark, abseits der Massen, ist besonders bei Ruhesuchenden beliebt – liegt er nur ein Stück südlich der Burg. Früher stand hier ein Franziskanerkloster. Auch ohne Kloster ist dieser wunderschöne Park einen Besuch wert, wo auf einer Bühne aus dem 19.Jahrhundert manchmal Konzerte stattfinden.































