Argentinien Übersicht

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Argentinien liegt in Südamerika und grenzt im Westen an Chile, im Osten an den Atlantik und im Norden an Uruguay, Bolivien, Paraguay und Brasilien. Das Land ist in 4 geographische Gebiete unterteilt: die Anden, der Norden, die Pampa und Patagonien. Jedes Gebiet hat ein eigenes Klima, eine eigene Landschaft und eigene Kultur.

Argentinien ist ein Land der Extreme. Hektische Städte wechseln sich mit idyllischen ländlichen Gebieten und Nationalparks, die voller Tiere und atemberaubenden Gletschern und Wasserfällen sind, ab. In einem Teil des Landes kann es brütend heiß sein, während es im anderen Teil eiskalt ist. Doch die Menschen verbindet ihre Lebenslust und jeder Besucher füllt sich hier sofort wohl.

Der Tango, Gauchos und Estancias sind die berühmtesten Attraktionen des Landes und man wird leicht von der Lebenseinstellung dort angesteckt. Nur zum Schlafen wird Pause gemacht. Man lebt in vollen Zügen, ob bei der Arbeit oder in der Freizeit.

Die meisten Besucher beginnen ihre Reise in der Hauptstadt Buenos Aires, eine kosmopolitische und lebendige moderne Stadt. Die Stadt versprüht Charakter und ist bekannt für das aufregende Nachtleben, sehr gute Einkaufsmöglichkeiten und seine fantastische Küche.

Es gibt Hotels in jeder Preisklasse und in Buenos Aires liegen zahlreiche Luxushotels, wobei an der Avenida de Mayo preiswertere Häuser zu finden sind. Die meisten Zimmer sind klimatisiert und der Service ist meist exzellent.

Überall in Argentinien gibt es etwas zu entdecken und deshalb ist dieses Land ideal für einen Familienurlaub, ist aber auch unter Rucksacktouristen sehr beliebt. Die ausgezeichnete Küche wird nur noch von den tollen Einkaufsmöglichleiten überboten.

Klima
 

Argentinien verfügt über unterschiedliche Klimazonen. Das Wetter im Norden unterscheidet sich grundlegend vom Süden. Im Norden herrscht subtropisches Klima mit häufigen Niederschlägen, hohen Temperaturen und generell schwülem Wetter. Es wird zu leichter Baumwollkleidung geraten.

Im Zentralgebiet Argentiniens herrscht meist angenehmes Wetter mit heißen Sommermonaten von Dezember bis Februar und kühlerem Wetter im Winter von Juli bis August. Von Dezember bis Februar ist oft recht viel los, da dann viele europäische Touristen das Zentralgebiet bereisen

In der Tierra del Fuego (Feuerland) im Süden herrscht das ganze Jahr über sub-arktisches Klima. Ideal für Wintersportler aber nichts für Sonnenhungrige. Warme Kleidung ist hier das ganze Jahr über notwendig.

Geschichte
 

Vor der Ankunft der Europäer in Argentinien im 16. Jahrhundert gab es hier zwei Eingeborenengruppen. Die Diagita lebten im Norden, nahe an Bolivien und den Anden und weiter im Süden wohnten die Guarani. Beide Völker entwickelten unabhängig voneinander den Maisanbau. Die Diaguita sind dafür bekannt, dass sie die Inka von der Ausbreitung ihres Reichs nach Argentinien abhielten.

Die Eingeborenen leisteten der Kolonialisierung durch die Spanier erfolgreich Widerstand. Der erste spanische Eroberer Juan de Solis wurde 1516 von einer Armee der Eingeborenen getötet und auch Buenos Aires wurde erfolgreich verteidigt. Erst gegen Ende des 16. Jahrhunderts konnte Buenos Aires von den Spaniern eingenommen werden.

Trotz des erfolgreichen Widerstands forderten besonders die aus Europa eingeschleppten Krankheiten hohe Verluste und so gewannen die Spanier bald die Überhand. Spanien allerdings ignorierte Argentinien hauptsächlich und Buenos Aires durfte keinen internationalen Handel treiben, was zum Aufblühen des Schmuggelhandels führte.

Die Briten griffen Buenos Aires 1806 an, nachdem Spanien von Napoleon besiegt worden war. Die Kolonie konnte sich allerdings ohne fremde Hilfe gegen die Briten verteidigen und dieser Beweis der Stärke und des Muts lies ein Streben nach Unabhängigkeit aufkommen.

Der spanische König Ferdinand VII wurde 1808 von den Franzosen gefangen genommen und Argentinien fiel unter die Herrschaft des lokalen Vizekönigreichs. Diese Machtübernahme war bei den Einheimischen mehr als unbeliebt und es kam zur Rebellion und zur Loyalitätsbekundung für den gefangenen König.

Dies führte 1816 zu einer tiefen Spaltung zwischen Argentinien und Spanien. Eine Separatistengruppe rief die Unabhängigkeit aus. Jose de San Martin und Simon Bolivar gelten als die Befreier Argentiniens.

In den ersten Jahren der neu gefundenen Unabhängigkeit kam es zum Konflikt zwischen zwei politischen Gruppierungen: den Unitarier und den Föderalisten. Die Unitarier forderten eine starke Zentralregierung und die Föderalisten wollten mehr lokale Kontrolle.

Argentinien fiel einer Militärdiktatur zum Opfer und zahlreiche Probleme bestimmten das nächste Jahrhundert: eine Wirtschaftskrise, Korruption, Menschenrechtsverletzungen und 1982 die Niederlage im Falkland Krieg.

1983 kam es zur Wiederherstellung der Demokratie und das land stabilisierte sich. Heute ist Argentinien eine Nation mit einer ethnisch gemischten Bevölkerung und mehr als ein Drittel der Bevölkerung lebt in der Hauptstadt Buenos Aires. 90% sind Städtische Gemeinden und die Eingeborenenvölker Quecha im Nordosten und Mapuche in Patagonien kämpfen ums Überleben.


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